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Supercup gegen Dortmund

Sammer: 'Eine erste Bestandsaufnahme'

Entspannt ging es zu, oben auf dem Podium im Presseclub der Allianz Arena. Matthias Sammer saß da, neben ihm Dortmunds Sportdirektor Michael Zorc. Als „gut und freundschaftlich“ bezeichnete Letzterer das Verhältnis der beiden. Erfolgreiche Jahre haben sie „als Spieler, Trainer und Sportdirektor“ zusammen erlebt. Doch jetzt sind Sammer und Zorc Widersacher. Vor allem natürlich in der Bundesliga, aber auch schon am kommenden Sonntag, wenn der FC Bayern gegen Borussia Dortmund um den Supercup spielt.

„Wir sind noch in der Vorbereitung“, betonte Sammer. Trotzdem sei der Supercup natürlich „ein wichtiges Spiel. Wir freuen uns darauf und wollen natürlich gewinnen.“ In Gold und Silber schimmerte die Trophäe zwischen ihm und Zorc. 1996 gewannen beide den Supercup gemeinsam im BVB-Trikot. „Das Kribbeln fängt wieder an, man kann den ersten Titel holen“, sagte Zorc und fügte wie Sammer hinzu: „Nichtsdestotrotz sind beide noch in der Vorbereitung.“

Soll bedeuten: Supercup und Bundesliga, die erst zwei Wochen später beginnt, gilt es „feinsäuberlich“ (Sammer) voneinander zu trennen. „Wenn du den Supercup gewinnen solltest, hast du noch keinen Punkt“, sagte der FCB-Sportvorstand, „und wenn du ihn nicht gewinnst, hast du noch keinen Punkt verschenkt.“

Dennoch: Natürlich besitzt der Supercup in diesem Jahr eine besondere Brisanz. Denn der FC Bayern trifft auf das Team, das in den letzten beiden Jahren national die Nase vorne hatte und zuletzt fünf Pflichtspiele in Folge gegen den FCB gewonnen hat. Auch wenn der Supercup keine endgültige Aussagekraft für die neue Bundesligasaison besitzt, ein stark beobachteter Fingerzeig ist er doch, „eine erste Bestandsaufnahme“ (Sammer) der Kräfteverhältnisse.


„Ich kann mir schon vorstellen, dass sowohl Bayern als auch wir eine Mannschaft auf den Platz bringen werden, die große Ähnlichkeit hat zu der, mit der die Mannschaften auch in die Saison gehen werden“, rechnet Zorc damit, dass beide Trainer ihre beste Formation aufbieten werden.

Mit „viel Akribie“ werde sich der FC Bayern auf das erste Duell mit Dortmund in dieser Saison vorbereiten, kündigte Sammer an. Die jüngsten Trainingseindrücke, auch die Auseinandersetzung zwischen Holger Badstuber und Emre Can, stimmen ihn zuversichtlich nicht nur für den Supercup, sondern für die gesamte Saison. „Das war ein kleiner Anfang in punkto Emotionalität. Wir brauchen eine Mannschaft, die lebt, die aggressiv ist, die einen Plan hat.“ Und die Titel gewinnt. Den ersten am besten schon am Sonntag.

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