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Doppelderby gegen Augsburg

U19- und U17-Junioren starten in die Saison

Der schwäbischste Fleck außerhalb Baden-Württembergs? Der liegt seit einigen Wochen in der Säbener Straße in München. Im Jugendhaus des FC Bayern, Erdgeschoss, rechts hinten wird schwäbisch gschwätzt. Hier teilen sich Marc Kienle und Marcus Sorg ein Büro. Anfang der 90er Jahre haben sie beim VfB Stuttgart II zusammengespielt, jetzt treffen sie sich beim FC Bayern wieder. „Das ist reiner Zufall“, erzählte Sorg fcbayern.de. Der 46-Jährige trainiert seit dieser Saison die U17 des Rekordmeisters, Kienle (39 / im Bild links) hat die U19 übernommen. Am Wochenende beginnt für beide die Bundesliga-Saison.

„Wir haben viel und intensiv gearbeitet, alle Spieler haben richtig gut mitgezogen. Jetzt sind wir gut präpariert für die Runde“, zog Kienle ein zufriedenes Fazit der Vorbereitung. Höhepunkt war das einwöchige Trainingslager im Trentino Anfang August. „Wir hatten dort optimale Bedingungen und fühlten uns sehr gut aufgehoben“, berichtete der Coach. Krönender Abschluss war der Sieg beim Trentino-Cup, wo sich die FCB-Junioren - letzte Saison deutscher Vizemeister - gegen die Teams von Inter Mailand und dem AC Florenz durchsetzten.

Schweres Auftaktprogramm

„Punktspiele sind aber natürlich etwas anderes“, weiß Kienle, der jahrelang im Jugendbereich des VfB Stuttgart tätig war. „Wir haben eine gute Mannschaft, die auch Charakter hat. Aber erst wenn die richtigen Prüfungen kommen, zeigt sich, ob wir auch stabil sind.“ Diese Prüfung bietet gleich das Auftaktprogramm in der Bundesliga Süd/Südwest. Schon am zweiten Spieltag heißt der Gegner SC Freiburg, der die letzte Saison hinter dem FCB auf Rang zwei abschoss, am vierten Spieltag ist der Vorjahresdritte aus Mainz zu Gast in München. „Nach sieben, acht Spielen werden wir wissen, wo wir stehen.“

Zum Auftakt am Sonntag (13 Uhr) steigt gleich das Derby beim FC Augsburg. „Klar sind wir Favorit“, meinte Kienle, warnte aber davor, den Aufsteiger zu unterschätzen: „Wir werden auf einen gut organisierten Gegner treffen, der mit zwei Viererketten gegen uns verteidigen wird. Da müssen wir Geduld haben, die Chancen, die sich bieten, nutzen und nach hinten nicht viel zulassen.“

Training mit den Profis

Auf mehrere verletzte Spieler muss Kienle derzeit verzichten. Einige seiner Schützlinge - Kevin Friesenbichler, Oliver Markoutz, Benno Schmitz, Pierre-Emile Hojbjerg - bestritten einen Teil der Vorbereitung bei den Profis. „Sie haben sich dort gut verkauft. Die Erfahrung, die sie dort sammeln konnten, ist gut“, meinte Kienle. Ziel sei es, sowohl die Mannschaft als auch die Einzelspieler weiterzuentwickeln und guten Fußball zu zeigen. „Wenn das klappt, werden wir viele Spiele gewinnen.“

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