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FSV-Manager Heidel im Interview

'Es ist wirklich viel passiert in Mainz'

Er ist ein Mainzer Urgestein: Christian Heidel, Manager des FSV, ist seit April 1991 für die Rheinhessen tätig. Unter ihm gelang den Mainzern der Aufstieg in die Bundesliga, mittlerweile hat sich der FSV in Deutschlands höchster Spielklasse etabliert. Heidel übte seine Tätigkeit lange ehrenamtlich aus, erst seit 2006 ist der gelernte Bankkaufmann hauptberuflich bei den 05ern tätig. „Es ist wirklich viel passiert in Mainz“, erklärte Heidel im Interview mit dem Bayern-Magazin. fcbayern.de veröffentlicht im Vorfeld des Bundesliga-Heimspiels (Samstag, 15. 30 Uhr) Auszüge des Gesprächs.

Das Interview mit Christian Heidel:

Bayern-Magazin: Herr Heidel, München ist immer eine Reise wert, speziell für ihren FSV, der die letzten beiden Spiele in der Allianz Arena nicht verloren hat. Freuen sie sich schon auf Samstag?
Heidel: „Ich freue mich grundsätzlich auf jedes Bundesligaspiel, aber natürlich sind Spiele gegen den FC Bayern immer etwas Besonderes.“

Bayern-Magazin: Mainz geht in die vierte Bundesligasaison in Folge, spielt seit letztem Jahr im neuen Stadion. Als sie beim FSV angefangen haben, war das nicht wirklich absehbar, oder?
Heidel: „Wir hatten eine Bezirkssportanlage mit 1.000 Sitzplätzen, Laufbahn, Sprunggrube und einem Wassergraben für Hindernissläufer. In Mainz feierten 3.000 Zuschauer jährlich den Klassenerhalt in der 2.Liga. Aber schon damals hatten wir Ideen und Visionen, für die wir belächelt wurden. Jetzt spielen wir von den letzten neun Jahren sieben Jahre in der Bundesliga und haben zwei neue Stadien gebaut. Es ist wirklich viel passiert in Mainz.“

Bayern-Magazin: Spüren sie aufgrund der Erfolge der letzten Jahre einen höheren Erwartungsdruck im Umfeld und bei den Fans?
Heidel: „Ja, ganz klar. Unsere Fangemeinde hat sich sehr vergrößert und vielen muss man Mainz 05 noch erklären. Wichtig ist, dass sich die Verantwortlichen einig sind und mit dem Druck umgehen können. Das Präsidium um Harald Strutz arbeitet über 20 Jahre erfolgreich zusammen und hat ein feines Gespür für Situationen bei Mainz 05 entwickelt.“

Bayern-Magazin: Ihr enges Verhältnis zu ihrem ehemaligen Trainer Jürgen Klopp ist bekannt. Bekommen sie von ihm eigentlich eine Extra-Prämie, wenn sie gegen Bayern etwas holen?
Heidel: „Da bringen Sie mich auf was! (lacht) Haben wir den Bayern letztes Jahr nicht fünf Punkte abgenommen? Irgendwie hat er das vergessen. Aber im Ernst jetzt: Wir werden auch wieder alles versuchen, den BVB zu schlagen. Leider ist uns dies seit Kloppo da arbeitet erst einmal gelungen. Aber wir arbeiten daran. Versprochen!“

Das Interview führte Dirk Hauser

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