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50. Wiesn-Heimsieg

FCB bleibt weiter 'konzentriert und fokussiert'

Drei Tore, drei Punkte, toller Fußball und Festtagsstimmung in der Münchner Allianz Arena. Für Bayerns Vorstandsvorsitzenden Karl-Heinz Rummenigge war sein 57. Geburtstag ein rundum gelungener Tag. „Wir haben ein gutes Spiel abgeliefert, hochverdient gewonnen und können mit dem Spieltag sehr zufrieden sein“, freute sich Rummenigge am späten Dienstagabend nach dem nie gefährdeten 3:0 (1:0)-Sieg des deutschen Rekordmeisters gegen den VfL Wolfsburg.

In der Tat, besser hätte das erste Oktoberfest-Heimspiel für den FCB nicht ausfallen können. Mit einem beeindruckenden Sturmlauf vor 71.000 begeisterten Zuschauern untermauerte die Mannschaft von Trainer Jupp Heynckes ihre beeindruckende Frühform, feierte bereits den achten Pflichtspielsieg in Folge und ist nach dem zeitgleichen Remis zwischen Eintracht Frankfurt und Borussia Dortmund nun alleiniger Tabellenführer. „Wir stehen ganz oben und da wollen wir nicht mehr weg“, sagte Kapitän Philipp Lahm.

Von der ersten Minute an sahen sich die Gäste aus Wolfsburg in die Defensive gedrängt, mehr als der Führungstreffer durch Bastian Schweinsteiger (24. Minute) sprang für die Münchner bis zur Halbzeitpause aber nicht heraus. Mit einem Doppelpack sorgte der ehemalige Wolfsburger Mario Mandzukic (57./65.) nach dem Seitenwechsel schnell für klare Verhältnisse und machte den fünften Dreier endgültig perfekt.

„Wir mussten erkennen, dass der FC Bayern für uns im Moment eine Nummer zu groß sind“, räumte Wolfsburg Trainer Felix Magath hinterher ein. „Bayern war heute einfach viel besser“, sagte auch der ehemalige FCB-Profi Ivica Olic, der sich seine Rückkehr an die ehemalige Wirkungsstätte sicherlich anders vorgestellt hatte. Doch 25:4 Schüsse, 10:2 Ecken und 64:36 Prozent Ballbesitz zeugten hinterher von der klaren Überlegenheit der Münchner beim insgesamt 50. Wiesn-Heimsieg.

Bei aller Freude über den besten Saisonauftakt einer Bundesligamannschaft nach fünf Spielen (15 Punkte, 17:2 Tore) war man im Lager des FC Bayern aber dennoch bemüht, den bislang „sehr guten Start“ (Rummenigge) nicht über zu bewerten. „Ich werde beidbeinig auf der Erde bleiben und nicht das Fliegen anfangen“, sagte der Jubilar und ergänzte: „Wir sind gut drauf, spielen sehr guten Fußball, aber Euphorie ist unangebracht.“

Sieben Punkte beträgt der Vorsprung der Münchner auf Titelverteidiger Dortmund, im Vorjahr waren es am 6. Spieltag sogar acht. „Und da haben wir alles wieder her geschenkt“, erinnerte Lahm daran, dass am Ende nur Platz zwei zu Buche stand. „Das darf uns diese Saison nicht passieren. Wir sind gewarnt.“ Auch Rummenigge mahnte, „nicht die Fehler aus der Vergangenheit“ zu wiederholen.

Nicht einlullen lassen

„Das Hauptziel ist die deutsche Meisterschaft. Es sind noch 29 Spieltage. Das ist noch ein langer, möglicherweise steiniger Weg bis zum Ende.“ Von diesem werde man sich vor allem durch übermäßige Euphorie „nicht abbringen lassen“, stellte Rummenigge klar. „Die Mannschaft macht das wunderbar. Aber das alles ist nicht so wichtig. Wichtig ist, dass wir so weiter machen. Immer ruhig bleiben, weiter konzentriert und engagiert Fußball spielen - das ist die Devise. Wichtig ist, dass wir uns nicht einlullen lassen.“

Das sah auch Arjen Robben so. „Wir haben einen guten Start, aber mehr nicht. Wir müssen konzentriert bleiben, wir müssen fokussiert bleiben. Das sind die wichtigsten Worte“, meinte der Niederländer. Sorgen, dass dies nicht der Fall sein könnte, hat Robben aber nicht. „Ich habe schon vor dem Spiel gesehen: Wir waren alle richtig motiviert. Noch mehr als sonst. Wir wissen alle, dass wir nicht nachlassen dürfen. Wenn man so aggressiv beginnt wie wir heute, gewinnt man die Spiele.“

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