präsentiert von
Menü
'Wir sind soweit'

FCB-Frauen vor dem Bundesliga-Saisonauftakt

Seit einem Monat sind die Profis des FC Bayern wieder mittendrin im Kampf um Tore und Punkte, die zweite Mannschaft des Rekordmeisters gar schon seit zwei Monaten, und auch die Junioren-Teams haben die ersten Spieltage in ihren Ligen hinter sich gebracht. Ab diesem Wochenende dürfen nun auch die Bundesliga-Frauen des FCB ran, mit dem Heimspiel gegen den FF USV Jena steigt der letztjährige DFB-Pokalsieger endlich in den Spielbetrieb ein.

„Wir freuen uns dermaßen drauf, dass es endlich wieder um Punkte geht“, sagte Trainer Thomas Wörle vor der Auftaktpartie seiner Mannschaft am Sonntag im Sportpark Aschheim, die nach elfwöchiger (!) Vorbereitung und einem knappen Dutzend Testspielen gegen Jena mit einem Dreier in die neue Saison starten will. „Unser letztes Punktspiel ist vier Monate her. Wir sind soweit, wir brennen drauf“, so Wörle weiter.

Wegen der U20-Weltmeisterschaft in Japan fanden bislang nur vier Partien der ersten beiden Spieltage statt, die restlichen Begegnungen wurden verschoben. Während die Wörle-Elf am Sonntag also in die neue Saison startet, hat Jena seinen Auftakt schon hinter sich. Im ersten Spiel unterlagen die Thüringerinnen beim Titelfavoriten 1. FFC Frankfurt nur knapp mit 1:2 und verpassten „um ein Haar die große Sensation“, wie Wörle berichtete.

„Jena ist uns einen kleinen Schritt voraus“, meinte der FCB-Chefcoach, der aufgrund der vielen Testspiele „nicht genau weiß, wo wir stehen“. Jena dagegen habe sich gegen Frankfurt „sehr kompakt, sehr aggressiv und zweikampfstark“ präsentiert, „sie haben defensiv wenig zugelassen und richtig gut gespielt.“ Wörle erwartet daher einen „sehr anspruchsvollen Gegner“, der seinem Team einiges abverlangen wird. „Das wird ganz sicher kein Selbstläufer. Wir werden uns zerreißen und viel investieren müssen.“

Mit einem erfolgreichen Auftakt in die Liga will Wörle die Entwicklung seiner Mannschaft weiter vorantreiben. „Wir müssen versuchen, die ersten paar Spiele positiv zu gestalten, damit wir gestärkt die Spiele gegen die Topteams angehen können“, sagte der Cheftrainer, der einen ähnlichen Start wie im Vorjahr vermeiden will. Nach einem Sieg im ersten Spiel gerieten die FCB-Frauen im Laufe der Vorrunde in einen „Abwärtsstrudel“ und rutschten sogar bis in die Abstiegszone ab.

Dank einer starken Rückrunde sprang am Ende immerhin noch Platz sechs und, als Krönung, der Sieg im DFB-Pokalfinale gegen Frankfurt heraus. „Der Pokalerfolg hat uns einfach gut getan“, weiß Wörle und glaubt, dass seine Mannschaft in der neuen Saison „selbstbewusster“ zu Werke gehen wird. „Und ich glaube auch, dass wir den nächsten Schritt machen und konstanter in unseren Leistungen werden.“

Personell kann Wörle auf den nahezu identischen Kader wie in der Vorsaison bauen. Einziger Neuzugang ist Gina Lewandowski, die aus Frankfurt zum Pokalsieger nach München wechselte. „Sie ist sehr zweikampfstark, aggressiv und eine ganz solide Spielerin, auf die man sich verlassen kann“, sagte Wörle über die Defensiv-Allrounderin, die er als „absoluten Teamplayer“ bezeichnete. „Sie wird uns ganz sicher weiterhelfen.“

Dem stehen die Abgänge von Nicole Banecki (Duisburg), Stefanie Mirlach (Potsdam) und Corina Paukner (Karriereende) gegenüber. Gegen Jena muss Wörle auf die Julia Simic (Reha nach Kruezbandriss), Clara Schöne (Syndesmoseband) und Katharina Baunach (Knochenödem im Sprunggelenk) verzichten. Lena Lotzen, frisch gebackene U20-Vizeweltmeisterin, gab für die bevorstehende Spielzeit die Zielsetzung aus: „Wir wollen an die guten Leistungen der Rückrunde anknüpfen und den Abstand auf die Topklubs ein bisschen verringern.“

Weitere Inhalte