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93. Nord-Süd-Gipfel

FCB will seine Serie fortsetzen - ohne Robben

„Weiter, immer weiter!“ - Oliver Kahns Motto ist beim FC Bayern aktuell wie lange nicht. „Der Spruch ist wieder sehr angebracht“, sagte Karl-Heinz Rummenigge vor wenigen Tagen nach dem 3:0 gegen Wolfsburg, dem achten Pflichtspielsieg in Folge. Kurz freuen, abhaken, nach vorne blicken - das ist die Devise. Denn da wartet schon die nächste Aufgabe: Am Samstag (15.30 Uhr / live im Ticker und im FCB.tv-Webradio) tritt der FC Bayern in Bremen an.

Jupp Heynckes erzählte, dass er seinen Spielern in der Mannschaftssitzung vor dem 93. Nord-Süd-Gipfel mit auf den Weg gab: „Wir lassen uns nicht einlullen. Wir wollen unseren Weg unbeirrbar weitergehen, ohne uns von dem äußeren Ballyhoo beeinflussen zu lassen.“ Auch Matthias Sammer warnte davor „leichtsinnig“ zu werden. „Dann wird man ein blaues Wunder erleben. Das darf in Bremen nicht passieren. Wir müssen wieder sehr, sehr viel tun.“

Das betonte auch Heynckes. „Bundesligaspiele sind keine Selbstläufer, vor allem nicht in Bremen“, weiß der FCB-Trainer, dem die Statistik Recht gibt. Denn gegen keinen anderen Bundesligisten hat der FC Bayern so viele Niederlagen (26), so viele Auswärtsniederlagen (19) und so viele Gegentore (116) kassiert wie gegen Bremen. Sammer bezeichnete Werder als „eine Mannschaft, die uns an einem guten Tag richtig weh tun kann“.

Selbstbewusste Bremer

„Beeindruckt“ hat Heynckes auch der 2:1-Auswärtssieg der Bremer in Freiburg am vergangenen Mittwoch, den sich der Bayern-Trainer live im Fernsehen angesehen hat. „Die Mannschaft ist fußballerisch klasse zusammengestellt und spielt erfrischenden Fußball nach vorne“, meinte Heynckes, „durch den Sieg in Freiburg sind sie zusätzlich motiviert für das Spiel gegen uns.“

Das Selbstbewusstsein der Bremer schwingt auch mit, wenn Kapitän Clemens Fritz vor dem Spiel sagt: „Wir haben Respekt, aber verstecken brauchen wir uns nicht.“ FCB-Leihgabe Nils Petersen („Ich freue mich sehr auf das Wiedersehen“) hofft, „dass die Bayern einen schlechten, wir einen guten Tag erwischen. Wir sollten zusätzlich hinten stabil stehen, dann kann was gehen.“

Robben bleibt in München

Der Rekordmeister kann sich also auf ein wieder mal umkämpftes Spiel im Weserstadion einstellen. Dabei fehlt Heynckes allerdings - abgesehen von den langzeitverletzten Mario Gomez und David Alaba - Arjen Robben. Der Holländer laboriert seit dem Wolfsburg-Spiel an muskulären Problemen. Heynckes will kein unnötiges Risiko eingehen und verzichtet in Bremen auf seinen Turbodribbler. Thomas Müller (Erkältung) und Javi Martínez (Pferdekuss) zählen hingegen zum 19-Mann-Kader, den Heynckes mit nach Bremen nahm. Darunter ist auch Daniel van Buyten, der in den letzten drei Spielen krank zuschauen hatte müssen.

Egal wer spielt, das Ziel in Bremen ist klar: Siegen und die Tabellenführung behaupten! Jupp Heynckes sagte: „Wir müssen in der Art und Weise weitermachen, wie wir das bisher getan haben.“ Weiter, immer weiter!

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