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Kroos in der Startelf?

Löw erwartet Österreich 'auf Augenhöhe'

Vier Bayern waren es gegen die Färöer. Werden es gegen Österreich fünf? Eine Frage, die Bundestrainer Joachim Löw am Montag, einem Tag vor dem WM-Qualifikationsspiel in Wien (20.30 Uhr), noch nicht beantworten wollte. Kapitän Philipp Lahm, Manuel Neuer, Holger Badstuber und Thomas Müller scheinen gesetzt. Toni Kroos, der seine Hüftprellung überwunden hat, könnte der fünfte Akteur des Rekordmeisters sein, dem der Sprung in die Startelf der deutschen Nationalmannschaft gelingt. „Ich warte das Abschlusstraining ab, weil ich die letzten Eindrücke noch aufnehmen möchte“, hielt sich Löw am Montagmittag nach der Ankunft in Österreichs Hauptstadt bedeckt.

Während der Bundestrainer beim 3:0 gegen die Färöer Inseln im zentralen Mittelfeld neben den beiden Gesetzten Sami Khedira und Mesut Özil auf Dortmunds Mario Götze gesetzt hatte, wird gegen das deutlich stärker eingeschätzte Österreich wohl ein etwas defensiv ausgerichteter Akteur zum Zug kommen. In Frage kommen Kroos und Leverkusens Lars Bender. „Ich bin wieder zu 100 Prozent fit“, berichtete Bayerns Mittelfeldmann via Twitter.

Wer verteidigt links?

Löw ließ sich derweil noch nicht in die Karten schauen, betonte aber: „Es gibt für mich keine Doppel-Sechs, sondern drei zentrale Mittelfeldspieler. Alle müssen Defensivaufgaben übernehmen und zudem offensiv Akzente setzen.“ Das erwartet der Coach auch von seinen Außenverteidigern. Rechts ist Lahm eine feste Größe. Links sucht Löw noch nach Lösungen.

Gegen die Färöer wollte der DFB-Trainer Marcel Schmelzer das Vertrauen schenken. Der fiel kurzfristig aus, Badstuber sprang ein. Wohl keine Dauerlösung, da Bayerns Defensivmann eigentlich in der Innenverteidigung gesetzt ist. Wie plant Löw gegen Österreich? Schmelzer meldete sich nach seiner Fußprellung wieder einsatzbereit. „Er ist eine Option, aber auch Badstuber“, erklärte Löw. Heißt: Die Entscheidung fällt kurzfristig.

Respekt vor Österreich

Egal, wer schlussendlich auf dem Platz stehen wird: Das zweite WM-Qualifikationsspiel wird sicherlich kein Selbstläufer. Zwar feierte das DFB-Team in der jüngeren Vergangenheit in Wien fünf Siege in Serie, diese waren aber meist hart umkämpft. „Die Österreicher haben uns das Leben immer richtig schwer gemacht. Das wird uns wieder erwarten, die Atmosphäre in Wien ist immer ganz besonders“, erinnerte sich FCB-Keeper Neuer.

Löw erwartet ein „Spiel auf Augenhöhe. Österreich macht selbstbewusste Aussagen - und zwar völlig zurecht. Sie sind absolut konkurrenzfähig.“ Und das, obwohl mit Bayern-Youngster David Alaba (Österreichs Fußballer des Jahres) einer der wichtigsten Spieler von Nationaltrainer Marcel Koller verletzungsbedingt fehlt. Löw forderte volle Konzentration, denn: „Die WM-Qualifikation ist ein Langstreckenwettbewerb. Wir müssen in Wien nachlegen.“

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