präsentiert von
Menü
'Natürlich etwas Besonderes'

Pizarros Rückkehr nach Bremen

Ein Auswärtsspiel? Auf dem Papier schon. Auf dem Rasen des Weserstadions allerdings kann Claudio Pizarro am Samstag mit einem warmen Empfang rechnen. Sechs Jahre spielte der FCB-Angreifer für Werder Bremen, schoss 89 Tore in 159 Ligaspielen für die Norddeutschen und ist damit viertbester Torjäger der Bremer Bundesligageschichte. Am Samstag kehrt er mit dem FC Bayern in sein ehemaliges Wohnzimmer zurück. Vor dem Spiel wird er von den Gastgebern offiziell verabschiedet werden.

Es ist nicht Pizarros erste Rückkehr nach Bremen. Schon einmal, 2001, war er von Werder zum FC Bayern gewechselt. Schon elf Mal trat er im FCB-Trikot gegen seinen Ex-Klub an (3 Tore). „Ich kenne das schon“, sagte er jetzt, wo er erneut mit dem deutschen Rekordmeister ins Weserstadion reist. Denn vor ein paar Monaten war er zum zweiten Mal von Bremen nach München gewechselt.

Dass sein Herz neben dem FC Bayern, für den er bislang 178 Ligaspiele (71 Tore) bestritten hat, auch für Werder schlägt, das hat Pizza nie verhehlt. Bremen holte den heutigen ausländischen Rekordtorschützen (160) und seit vergangenem Dienstag auch ausländischen Rekordspieler (337 Einsätze) der Bundesliga 1999 aus Peru nach Deutschland. 2008 kehrte er vom FC Chelsea noch einmal zu Werder zurück. „Es ist natürlich etwas Besonderes für mich, jetzt wieder nach Bremen zu kommen“, sagte der Stürmer, der letzte Saison an 53 Prozent aller Bremer Tore beteiligt war (18 Tore, 8 Vorlagen).

Ob er denn auch spielen wird gegen seinen Ex-Klub, womöglich sogar von Anfang an, das konnte der Peruaner, der am kommenden Mittwoch seinen 34. Geburtstag feiert, am Freitag nicht sagen. „Das weiß ich noch nicht. Das entscheidet der Trainer.“ Auch Jupp Heynckes hielt sich bedeckt, ließ aber zumindest durchblicken, dass er über einen Startelf-Einsatz des Stürmers nachdenkt: „Es bietet sich schon an, unter Umständen einen Wechsel durchzuführen. Aber da muss ich mir noch Gedanken machen.“

'Ich brauche nur noch Tore'

Dass Pizarro immer eine Option für die erste Elf ist, hat der FCB-Chefcoach in den letzten Wochen wiederholt gesagt. Erst einmal allerdings, im Champions-League-Spiel gegen Valencia letzte Woche, lief der Peruaner tatsächlich von Beginn an auf. „Ich hätte Claudio schon vorher mal spielen lassen“, erklärte Heynckes, „aber er musste verletzungsbedingt Defizite aufholen und dann ist er zu den Länderspielen gereist.“

Inzwischen ist Pizarro, den in der Saisonvorbereitung eine muskuläre Dysbalance ausbremste, voll einsatzfähig. „Ich fühle mich ganz gut und brauche nur noch Tore“, meinte er. Erst einmal, beim DFB-Pokalspiel in Regensburg, war er seit seiner Rückkehr für den FCB erfolgreich. Vielleicht kann er seine Bilanz ja in seinem Wohnzimmer ausbauen, auch wenn er das nicht groß feiern würde. „Ich habe noch nie gejubelt, wenn ich gegen Bremen ein Tor erzielt habe“, sagte er, „das würde ich jetzt auch nicht machen.“

Weitere Inhalte