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Vollversammlung der ECA

Rummenigge: 'Die Zukunft gestalten'

Am Montag und Dienstag stand in Genf die Vollversammlung der ECA auf dem Programm. Karl-Heinz Rummenigge, der Vorsitzende der Klub-Vereinigung, leitete die Veranstaltung, an der Vertreter von 135 Vereinen teilnahmen. Neben dem Financial Fairplay wurde zudem diskutiert, wie die 100 Millionen Euro, die die UEFA auf Initiative von Rummenigge als Entschädigung für die Spielerabstellung für die EM 2012 bzw. die EM-Qualifikationsspiele aufbringt, unter den Klubs verteilt werden.

Folgendes wurde bekanntgegeben: Der FC Bayern bekommt mit 3,095 Millionen Euro die höchste Summe aller Vereine, da der Rekordmeister die meisten Akteure für die verschiedenen Nationalmannschaften abgestellt hatte. Es folgen Real Madrid (2,997 Millionen) und der FC Barcelona (2,210 Millionen). Insgesamt profitieren neben dem FC Bayern 574 weitere Klubs in Europa davon.

100 Millionen Euro für die Vereine

„Das zeigt, dass wir in der Fußball-Familie ein ausgezeichnetes Verhältnis haben, und dass wir Hand in Hand arbeiten, um die Zukunft unseres Spiels zu gestalten“, sagte Rummenigge. Der ECA-Vorsitzende hatte im März im Rahmen des sogenannten Memorandum of Understanding bereits eine Einigung mit der UEFA erzielt. Als Anerkennung für den Beitrag, den die Vereine zum Erfolg der internationalen Turniere leisten, wurden die Entschädigungszahlungen von 55 auf 100 Millionen Euro erhöht. Zur Europameisterschaft 2016 wird dieser Betrag auf 150 Millionen Euro aufgestockt.

Beim Thema Financial Fairplay wurde in Genf über erste Praxiserfahrungen diskutiert. 38 Klubs waren in den vergangenen Monaten diesbezüglich in einer Testphase analysiert worden. Das Ergebnis fasste Rummenigge zusammen: „Es scheint, dass einige Klubs immer noch nicht verstanden haben, worum es geht.“

'Erstaunt über die aktuelle Situation'

Schon 2010 hätten die ECA-Mitglieder das Financial-Fairplay-Projekt „gemeinsam angestoßen“. Nun sei es an der Zeit, „die Regeln ernst zu nehmen“. Ähnlich sieht das Jean-Luc Dehaene, der Vorsitzende der Kammer für die Kontrolle der Klubfinanzen: „Ich bin sehr erstaunt über die aktuelle Situation. Die Regeln sind seit mehr als zwei Jahren bekannt. Ich habe den Eindruck, dass einige Klubs ihre Hausaufgaben noch erledigen müssen.“

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