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Hoeneß glücklich

'Wir haben den richtigen Mann gefunden'

Auf dem Weg in eine hoffentlich weiter erfolgreiche Zukunft hat der FC Bayern einen weiteren Schritt gemacht. Am Donnerstagmittag gab der deutsche Rekordmeister bekannt, dass der bisherige BayernLB-Vorstand Jan-Christian Dreesen die Nachfolge von Karl Hopfner im FCB-Vorstand antreten wird. „Jan-Christian Dreesen hat im Finanzbereich reichlich Erfahrung und wird die umfangreichen Aufgaben von Karl Hopfner ab Anfang nächsten Jahres übernehmen. Da hat er viel Arbeit“, sagte Uli Hoeneß am Nachmittag im Interview bei FCB News.

Hopfner - von Karl-Heinz Rummenigge einst als „das gute Gewissen des FC Bayern“ bezeichnet - ist beim FC Bayern zuständig für die Bereiche Finanzen und Controlling, Ticket- und Mitgliederservice, Interne Dienste, Recht, Personal und die gesellschaftliche Vertretung in den Beteiligungen der FC Bayern München AG. Vor einigen Wochen erklärte der 60-Jährige nach fast 30 Jahren beim FCB seinen Rückzug aus dem Vorstand zum Jahresende. Die Suche nach einem Nachfolger sei eine „ganz schwierige Entscheidung“ gewesen, berichtete Hoeneß.

Lange Diskussion

„So eine Entscheidung fällt man ja nicht in vier Wochen, sondern das geht jetzt drei, vier Monate hin und her“, erzählte der Präsident und Aufsichtsratsvorsitzende des FC Bayern. Die personelle Neu-Ausrichtung der Klubführung - Hoeneß selbst war vor drei Jahren aus dem Vorstand ausgeschieden - sei „eine Königsaufgabe für mich und meine Kollegen im Aufsichtsrat. Deswegen bin ich froh, dass wir jetzt, glaube ich, den richtigen Mann gefunden haben.“

Dreesen, geboren 1967 in Aurich (Ostfriesland), hat seinen Lebensmittelpunkt seit langen Jahren in München. Nach Banklehre und BWL-Studium startete er bei der damaligen Bayerischen Vereinsbank (heute HypoVereinsbank) seine Karriere, in deren Verlauf er hauptsächlich für Privat- und Mittelstandskunden zuständig sein würde. Nach drei Jahren bei der UBS Deutschland AG ist er seit September 2009 als Vorstand mitverantwortlich für die Neuausrichtung der BayernLB im Zuge der Finanzkrise.

Hopfner kandidiert als Vizepräsident

Anfang 2013 wird Dreesen die Arbeit beim FC Bayern aufnehmen. Hier genießt Hoeneß derzeit die Situation. Die gelöste Hopfner-Nachfolge „einhergehend mit dem Oktoberfest, mit der fantastischen Leistung der Mannschaft, mit der Tabellensituation, Ruhe und keinerlei Reibereien im Verein - das ist natürlich für einen Präsidenten eine feine Sache“, sagte er.

„Sehr glücklich“ macht Hoeneß auch die Tatsache, dass Hopfner dem FC Bayern auch über 2012 hinaus erhalten bleiben dürfte. „Er ist bereit, sich auf der Jahreshauptversammlung im November als Vizepräsident für Finanzen zur Wahl zu stellen“, erzählte der FCB-Präsident, „damit ist er automatisch auch im Aufsichtsrat der AG und kann die Geschicke des FC Bayern weiterhin mitgestalten. Ich hoffe sehr, dass wir alle dann gewählt werden.“

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