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Respekt vor Borisov

Bayern erwartet 'ein schwieriges Spiel'

Herbstlich golden hat Minsk den FC Bayern am Montagnachmittag in Empfang genommen. Sonnenschein, Temperaturen von 15 Grad, Bayern-Fans vor dem Mannschaftshotel und „sogar ein paar deutsche Sprechchöre“ (Manuel Neuer) - seine ersten Schritte auf weißrussischem Boden wurden dem deutschen Rekordmeister leicht gemacht.


Beim ersten Spiel gegen einen Klub aus Belarus, den FC BATE Borisov, am Dienstagabend (20.45 Uhr, live im Ticker und im Free-Webradio) stellen sich die Bayern aber auf einen heißen Tanz ein. „Es wird ein schwieriges Spiel werden“, ist Jupp Heynckes überzeugt. Aber dennoch: „Morgen wollen wir auch hier gewinnen.“

„Mit Respekt“ hat Karl-Heinz Rummenigge den 100-minütigen Flug nach Minsk angetreten. Der FCB-Vorstandschef erwartet von der Mannschaft am Dienstagabend im rund 40.000 Zuschauer fassenden Dynamo-Stadion - nur einen Steinwurf vom Mannschaftshotel entfernt - höchste Konzentration: „Das ist ein Gegner, den man nicht unterschätzen darf.“ Ziel sei es dennoch, „zu gewinnen. Dann wären wir Tabellenführer und das wollen wir ja auch am Ende der Gruppenphase sein. Das wäre eine wunderbare Geschichte.“

Der Blick zurück auf den ersten Königsklassen-Spieltag macht allen Bayern bewusst, dass der Weg zum zehnten Pflichtspielsieg in Folge - was ein neuer Vereins-Startrekord wäre - kein Selbstläufer wird. Borisov ließ vor zwei Wochen mit einem 3:1-Erfolg in Lille aufhorchen, mittlerweile ist das Team um Ex-Bundesligaprofi Aliaksandr Hleb seit 16 Pflichtspielen ungeschlagen. „Sie werden sehr motiviert sein, speziell nach dem Sieg in Lille“, erwartet Rummenigge einen Gegner, der dem FCB alles abverlangen wird.

'Den Finger in die Wunde gelegt'

Heynckes hat sich unter anderem Borisovs Sieg in Lille auf DVD angesehen - und ist beeindruckt. „Das ist ein Gegner, der sehr gut organisiert ist, sehr gute Spieler hat und in Lille eindrucksvoll gewonnen hat“, sagte der FCB-Chefcoach, der am Dienstag auf Arjen Robben verzichten muss (eigener Bericht). Heynckes forderte, „dass wir so spielen, wie wir das seit Saisonbeginn tun. Dann haben wir große Garantien, morgen zu gewinnen.“

Die Kritik von Sportvorstand Matthias Sammer („viel Leerlauf, zu lätschern“) nach dem Sieg in Bremen (2:0) am vergangenen Samstag könnte zudem für Extra-Motivation sorgen. „Matthias hat am Samstag richtigerweise reagiert und den Finger in die Wunde gelegt“, meinte Rummenigge, „dieses permanente Loben, diese permanente Euphorie gefällt mir nicht. Man muss da aufpassen.“

'Wir wollen nachlegen'

Die mahnenden Worte aus der Vorstandsetage scheinen bei den Spielern angekommen zu sein. „Wir müssen aufpassen, dass wir keinen Schritt zurückgehen, sondern weiter Schritte nach vorne machen“, sagte Manuel Neuer. Borisov sei „eine ernstzunehmende Mannschaft“, betonte der FCB-Torhüter und verlangte „mit der richtigen Einstellung“ ins Spiel zu gehen. „Dass wir sie nicht unterschätzen und hochkonzentriert auftreten.“

Das eigene Selbstvertrauen nach dem siegreichen Saisonstart sei groß, sagte Philipp Lahm, der „mit Vorfreude, ein neues Land und eine andere Kultur kennenzulernen“, nach Minsk gereist ist. Der FCB-Kapitän, weiß aber auch, „dass wir noch nichts erreicht haben und dass wir besser spielen können als am Wochenende“. Lahm rechnet mit einem „schwierigen Auswärtsspiel“. Aber: „Wir wollen nachlegen, das ist ganz klar.“

Für fcbayern.de in Minsk: Nikolaus Heindl

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