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BATE brennt

Borisov will Bayern 'einen großen Kampf liefern'

Weißrussland, Minsk, Borisov - es war eine Reise ins Unbekannte, die der FC Bayern am Montag angetreten ist. Noch nie zuvor war der deutsche Rekordmeister in Weißrussland, noch nie zuvor spielte er gegen eine weißrussische Mannschaft. Ein Bayer kennt sich jedoch aus in der 1,8-Millionen-Einwohner-Stadt am Fluss Swislatsch: Anatoliy Tymoshchuk.

„Als ich klein war, war ich oft hier mit meiner Familie“, erzählte der Ukrainer, dessen Heimatstadt Luzk 160 Kilometer südlich der weißrussischen Grenze liegt. „Minsk ist eine schöne Stadt, sehr sauber, die Leute sind freundlich“, sagte Tymo, der auch Erfahrungen mit dem weißrussischen Fußball gesammelt hat. Mehrmals trat er mit der ukrainischen Nationalmannschaft gegen Belarus an und auch auf BATE Borisov ist er schon getroffen.

In der Champions-League-Gruppenphase 2008/09 war das. 2:0 siegte Tymoshchuk damals mit Zenit St. Petersburg in Minsk gegen Borisov, das Rückspiel in Russland endete 1:1. „Es wird nicht einfach für uns“, warnte der 33-Jährige vor dem weißrussischen Rekordmeister. „Das ist eine gut organisierte, laufstarke Mannschaft.“ Der Sieg Borisovs in Lille vor zwei Wochen war für Tymoshchuk daher „keine Überraschung“.

BATE heiß auf Bayern

Seit 16 Pflichtspielen ist BATE inzwischen ungeschlagen, die letzte Niederlage datiert vom 1. Juli. „Bayern hat eine tolle Form, aber das Selbe kann man über uns sagen“, blickt Trainer Viktor Goncharenko, einst Spieler und mit 35 Jahren jetzt schon fünf Jahre Trainer in Borisov, dem Duell mit dem FC Bayern selbstbewusst entgegen. „Bayern hat eine großartige Siegesserie, aber jede Serie geht irgendwann zu Ende. Wir brennen darauf, ihnen einen großen Kampf zu liefern.“

Auf dem Rasen wird BATE angeführt von Aliaksandr Hleb. Der inzwischen 31-Jährige begann seine Profikarriere in Borisov und kehrte nach Stationen unter anderem in Stuttgart, Barcelona und bei Arsenal im Sommer zu seinen Wurzeln zurück. Zumindest bis zum Winter wolle er bleiben, sagte Hleb, der noch einmal den Sprung in eine große Liga („am liebsten die Bundesliga“) schaffen will.

Der Kopf der Mannschaft

Jupp Heynckes hat Hlebs Leistung in Borisov „sehr beeindruckt. Er hat wieder die Form, die er in Stuttgart gehabt hat. Er ist der Kopf der Mannschaft“, berichtete der FCB-Chefcoach, der den Gegner wie üblich bis ins Detail analysiert hat. „Der Trainer wird uns wieder tipptopp vorbereiten“, sagte Holger Badstuber. Und Anatoliy Tymoshchuk hat sicherlich auch noch den einen oder anderen Tipp parat.

Für fcbayern.de in Minsk: Nikolaus Heindl

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