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Historie, Kader, Stadion

Das ist Aufsteiger Fortuna Düsseldorf

Lothar Matthäus, Alexander Zickler, Ruggiero Rizzitelli, Mario Basler und Christian Nerlinger - das waren die Torschützen beim letzten Sieg (5:0) des FC Bayern gegen Fortuna Düsseldorf, und der ist lange her: Im April 1997 trafen beide Klubs zum letzten Mal aufeinander. Am Samstag kommt es nach 15 Jahren zum Wiedersehen, denn die Fortuna ist zurück in der Bundesliga. fcbayern.de stellt den Aufsteiger vor.

Historie:
Die Deutsche Meisterschaft der Fortuna liegt lange zurück. 1933 holte der 1895 gegründete Verein seinen bislang einzigen Meistertitel. Dennoch gehörten die Düsseldorfer in den Anfangsjahren des Fußballs in Deutschland zu den Topklubs. Regelmäßig nahmen sie an der Meisterschaftsendrunde teil, mehrmals erreichten sie das Pokalfinale.

1966 stieg die Fortuna erstmals in die Bundesliga auf und ein Jahr später gleich wieder ab. Erst ab 1971 etablierte sich der Verein in der obersten deutschen Spielklasse, wo er bis 1987 seine stabilste und erfolgreichste Phase. Höhepunkte waren zwei DFB-Pokalsiege (1979, 1980), sowie 1979 der Final-Einzug im Europacup der Pokalsieger, wo man dem FC Barcelona 3:4 nach Verlängerung unterlag.

Nach 1987 beschreibt der Begriff Fahrstuhlmannschaft Düsseldorf am besten. Der Klub pendelte zwischen Bundesliga, 2. Liga, Regionalliga und der viertklassigen Oberliga. Dort begann 2004 der Aufstieg des Vereins, der im vergangenen Mai mit der Rückkehr in die Bundesliga seinen bisherigen Höhepunkt erlebte.

Die bekanntesten Fortunen sind: Klaus Allofs, Jupp Derwall, Paul Janes, Toni Turek, Rudi Bommer, Gerd Zewe - und die Toten Hosen. Die Düsseldorfer Rockband wird am Samstag vor dem Spiel gegen Bayern zum Ehrenmitglied des Klubs ernannt.

Saisonstart:
Erst am letzten Spieltag, vor zwei Wochen, kassierte der Aufsteiger seine erste Saisonniederlage (0:1 in Mainz). Zuvor ließ das Team von Trainer Norbert Meier mit zwei Siegen und vier Remis, unter anderem gegen Schalke (2:2), aufhorchen. Beachtliche zehn Punkte und Platz sieben stehen nach sieben Spieltagen somit zu Buche.

Basis des klasse Saisonstarts ist die Defensive. Nur drei Gegentore ließ die Fortuna bisher zu, spielte fünfmal zu null, das ist zu diesem Zeitpunkt der Saison der beste Defensivwert eines Aufsteigers in der Bundesliga-Geschichte. Nur der FC Bayern hat aktuell weniger Gegentore kassiert als Düsseldorf (2).

Stadion:
54.600 Zuschauer passen in die ESPRIT Arena, die Fortuna Düsseldorf im Januar 2005 mit einem Freundschaftsspiel gegen den FC Bayern (1:5) offiziell eröffnete. Das Stadion verfügt über ein verschließbares Dach und wurde an der Stelle des früheren Rheinstadions errichtet. Am Samstag ist es ausverkauft.

Die Fortuna verlor übrigens im Jahr 2012 noch kein Pflichtspiel vor eigenem Publikum. Es gab drei Siege und neun Remis. Letzte Saison 2011/12 kassierten die Düsseldorfer in ihrer Arena nur eine einzige Niederlage.

Kader:
Von der Aufstiegself der letzten Saison ist in Düsseldorf nicht mehr viel übrig. „Wir sind der einzige Verein, bei dem man im Videotext zwei Seiten für die Neuzugänge braucht. Da sind wir schon mal Tabellenführer“, sagte Vorstandsvorsitzender Peter Frymuth augenzwinkernd. Insgesamt 20 neue Spieler verpflichtete die Fortuna, mehr als jeder andere Bundesligist. Der bekannteste Neu-Düsseldorfer ist Andrey Voronin. Der 33-jährige Ukrainer kam von Dynamo Moskau und ist mit jetzt 151 Bundesligaspielen der erfahrenste Fortuna-Akteur.

Nur die Defensive setzt sich überwiegend aus Akteuren der letztjährigen Zweitligasaison zusammen. Neu hinzu kamen lediglich Torwart Fabian Giefer und Innenverteidiger Stelios Malezas. Seine Aufstiegs-Offensive musste Trainer Norbert Meier aber umbauen, nachdem unter anderem Maximilian Beister (HSV) und Sascha Rösler (Aachen) den Verein verließen. Hier spielen nun neben Voronin auch der ehemalige Berliner Nando Rafael, Stefan Reisinger und Dani Schahin, der mit vier Toren bislang Düsseldorfs Toptorjäger ist.

Wer spielt? Wer fehlt?
So könnte die Fortuna am Samstag auflaufen:
Giefer - Levels, Juanan, Langeneke, Van den Bergh - Bodzek, Lambertz - Kruse, Ilsö, Bellinghausen - Schahin

Torwart Fabian Giefer musste unter der Woche wegen einer Grippe kürzer treten, dürfte aber für das Spiel fit sein. Gleiches gilt für Flügelspieler Robbie Kruse, der bei der australischen Nationalmannschaft eine Sprunggelenksprellung erlitt. Ein großes Fragezeichen steht hingegen hinter dem Einsatz von Kapitän Andreas Lambertz, der an einer Kapselverletzung im Zeh laboriert. Auf der Doppelsechs stehen Trainer Norbert Meier als Alternativen Tobias Levels, Andrey Voronin und Axel Bellinghausen zur Verfügung.

Verzichten muss Meier gegen den FC Bayern auf die gesperrten Oliver Fink und Leon Balogun sowie auf die verletzten Stelios Malezas (Muskelfaserriss) und Bruno Soares (Leisten-OP). Stefan Reisinger (Bänderriss) könnte erstmals wieder zum Kader gehören.

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