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'Bis dato zufrieden'

Prost! Bayern genießen den Moment

„Ein Prosit der Gemütlichkeit!“ - der Wiesn-Klassiker war Programm beim traditionellen Oktoberfestbesuch des FC Bayern am Sonntagnachmittag. Besser als in diesem Jahr kann dem Rekordmeister die Wiesn-Maß auch kaum schmecken. Mit einem Bundesliga-Startrekord (21 Punkte, 21:2 Tore) und der Tabellenführung im Rücken ließen es sich Spieler, Trainer, Betreuer und Offizielle - alle fesch gekleidet in Lederhosen - in Käfer’s Wiesn-Schänke gut gehen. Mit dem Trinken könne es „jeder halten, wie er möchte“, sagte Jupp Heynckes und freute sich auf „einige sehr vergnügliche Stunden“.

„Wir haben optimale Voraussetzungen dafür geschaffen, dass wir morgen gemütlich zusammensitzen“, sagte Toni Kroos am Abend zuvor nach dem souveränen 2:0 (1:0) gegen die TSG 1899 Hoffenheim, dem siebten Sieg im siebten Ligaspiel, den Franck Ribéry mit einem Doppelpack (19. Minute/47.) sicherstellte. „Die Dinge sind alle in Ordnung“, zog Karl-Heinz Rummenigge vor der nun anstehenden Länderspielpause ein positives Zwischenfazit, „alles wunderbar - bis auf die Champions League, da müssen wir zusehen, dass wir in den nächsten Spielen die Niederlage von BATE Borisov korrigieren.“

Auf jenes unglückliche 1:3 gegen Borisov vier Tage zuvor, habe die Mannschaft gegen Hoffenheim „formidabel“ reagiert, fand Heynckes. „Wir haben sehr clever, sehr klug und intelligent gespielt. Wir haben defensiv überhaupt nichts anbrennen lassen - das war heute der Schlüssel zum Erfolg und das ist auch der Schlüssel für den weiteren Erfolg.“ Nur einen einzigen Schuss musste Manuel Neuer gegen Hoffenheim halten, insgesamt musste er in sieben Ligaspielen erst zweimal hinter sich greifen.

„Wenn man Dienstag in Weißrussland spielt und die Reisestrapazen sieht, war das eine sehr ordentliche Leistung“, war auch Uli Hoeneß am Samstagabend sehr zufrieden. „Unsere Mannschaft war nie in Gefahr, wir hatten das Spiel 90 Minuten in Griff.“ Angesprochen auf den Startrekord winkte der FCB-Präsident aber sofort ab: „Das interessiert mich überhaupt nicht. Mich interessiert nur die Differenz zwischen Platz eins und zwei. Was nützt dir der beste Start der Geschichte, wenn du am Ende nicht Meister wirst?“

Als „sekundär“ bezeichnete Heynckes die Rekordstatistik seiner Mannschaft. „Ich freue mich nicht über Rekorde. Ich freue mich, dass die Mannschaft erfolgreich spielt, dass wir das umsetzen, was wir tagtäglich im Training erarbeiten, und dass wir uns auch nicht von solch einem Spiel wie am Dienstag beeinflussen lassen“, sagte der FCB-Chefcoach und schwärmte von seinen Spielern: „Die Mannschaft ist zielorientiert, ist hungrig, da lässt sich keiner hängen, wir haben einen super Teamgeist.“

Der wurde am Sonntag auf der Wiesn weiter gestärkt. Grund zum Feiern gab es allemal. „Wenn man sieben Spiele von sieben gewinnt, kann man bis dato zufrieden sein - ohne dass man nachlässt“, freute sich Kroos über den Startrekord, weiß ihn aber auch einzuordnen: „Am Ende der Saison können wir uns davon nichts kaufen.“ Am Sonntag galt beim FC Bayern also der Wiesn-Hit: „Die Hände zum Himmel, komm lasst uns fröhlich sein!“ Und nach der Länderspielpause heißt es dann wieder: „Mit dem Herz in der Hand und der Leidenschaft im Bein...“

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