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Doppeltorschütze

Ribéry führt FCB mit Gala-Auftritt zum Sieg

Kurz vor dem Schlusspfiff wurde es noch einmal richtig laut in der ausverkauften Münchner Allianz Arena. Unter dem donnernden Applaus der 71.000 Zuschauer im weiten Rund verließ Franck Ribéry in der 89. Minute der Partie gegen 1899 Hoffenheim das Spielfeld. Es war der letzte Höhepunkt in einem Spiel, dem der französische Flügelflitzer mit einem großen Gala-Auftritt seinen Stempel aufdrückte.

„Er hat heute ein überragendes Spiel gemacht“, lobte Trainer Jupp Heynckes den 29-Jährigen, der mit seinem sechsten Bundesliga-Doppelpack - fünf davon gelangen ihm in der Allianz Arena - dem deutschen Rekordmeister den siebten Saisonsieg sicherte. Für Ribéry waren seine beiden Tore in der 19. und 47. Minute die Treffer Nummer 44 und 45 im Bayern-Trikot, damit überholte er Franz Beckenbauer, Michael Rummenigge und Michael Ballack (je 44).

An nahezu jeder Offensivaktion war Ribéry gegen Hoffenheim beteiligt, allein sechs der insgesamt 13 Torschüsse gingen auf das Konto des Franzosen. Dieser hat sich in den letzten Jahren mehr und mehr zum Sieggaranten für den FC Bayern entwickelt. 36 Siege stehen für die Münchner zu Buche, wenn Ribéry unter den Torschützen war, nur zwei Mal gab es ein Remis. Wenn Ribéry in der Liga traf, verlor der FCB noch keine Partie.

„Er hat wieder die Form, die ihn für uns so wertvoll macht“, sagte Toni Kroos über den zweifachen Torschützen. Viel mehr als seine beiden Treffer imponierte Heynckes, „wie er nach hinten arbeitet, wie er die Bälle wieder zurückerkämpft. Das ist genau das, was wir brauchen: Dass alle Offensivspieler schnell umschalten zur Defensive“, freute sich der Cheftrainer der Bayern.

Als Mannschaft gut reagiert

Ribéry selbst wollte nach dem 2:0-Erfolg gegen Hoffenheim kein großes Aufhebens über seine Leistung machen. Er habe auch schon bei der 1:3-Niederlage gegen BATE Borisov am vergangenen Dienstag das Gefühl gehabt, „gut gespielt zu haben. Aber wir haben verloren.“ Umso wichtiger sei es gewesen, vier Tage später in der Liga „als Mannschaft gut reagiert“ zu haben. „Wir müssen so weitermachen“ appellierte Ribéry und stellte klar: „Diese Saison müssen wir Meister werden.“

Am Sonntagmittag nach dem Training ging es mit den Teamkollegen zum gemeinschaftlichen Oktoberfestbesuch. „Ein guter Tag für alle“, freute sich Ribéry schon am Vortag auf den traditionellen Wiesn-Ausflug, bei dem „ein bisschen Spaß und eine gute Atmosphäre“ im Vordergrund stehen. Auf seinen Gala-Auftritt am Samstag wird Ribéry aber nicht mit einer Wiesn-Maß anstoßen. „Ich trinke Apfelschorle, das ist besser für mich.“

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