präsentiert von
Menü
Duell in Madrid

Ribéry will Martínez 'schwitzen lassen'

In der Bayern-Kabine lief das Duell bereits auf Hochtouren: Spanien gegen Frankreich, Martínez gegen Ribéry. „Franck sagt mir jedes Mal, dass sie uns schwitzen lassen werden“, erzählte Javi Martínez vor dem Topspiel der WM-Qualifikation an diesem Dienstag in Madrid. Auf der anderen Seite weiß Ribéry aber auch, dass ein hartes Stück Arbeit auf Les Bleus wartet: „Wir werden 90 Minuten lang alles geben und wie Verrückte laufen müssen.“

Mit je zwei Siegen sind Spanien und Frankreich optimal in die WM-Qualifikation gestartet. Platz eins in Gruppe I - die übrigen Gegner heißen Georgien, Finnland und Weißrussland - werden sie wohl unter sich ausmachen. Und nur der Gruppenerste qualifiziert sich direkt für die WM. Entsprechend hoch ist die Bedeutung des direkten Aufeinandertreffens.

Letzte Quali-Niederlage vor sechs Jahren

„Frankreich ist immer ein schwieriger Gegner“, sagte Martínez - Favorit ist aber natürlich Spanien. Die letzten 24 Qualifikationsspiele hat der amtierende Welt- und Europameister allesamt gewonnen, der letzte Punktverlust (1:1 gegen Island) datiert vom September 2007, die letzte Niederlage (0:2 gegen Schweden) vom Oktober 2006. „Wir dürfen uns nichts vormachen. Ich glaube, im Moment sind die Spanier stärker als alle anderen“, meinte Ribéry.

Die letzten drei Spiele gegen Frankreich, zuletzt im EM-Viertelfinale, hat Spanien jeweils zu null gewonnen. Die letzte Niederlage gegen Les Bleus kassierte die Furia Roja im Achtelfinale der WM 2006 (3:1). Ribéry erzielte damals den zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich für Frankreich - und auch diesmal ruhen die Hoffnungen seiner Landsleute auf dem FCB-Dribbler, der beim enttäuschenden 0:1 im Freundschaftsspiel gegen Japan am vergangenen Freitag lange Zeit geschont worden war.

Spielt Martínez?

Nationalcoach Didier Deschamps forderte von seinen Spielern „eine Mannschaftsleistung auf hohem Niveau. Dann kann vielleicht die individuelle Klasse eines Einzelnen den Unterschied ausmachen.“ Ribéry sagte: „Was es so schwierig macht gegen Spanien, ist, dass man 15 Minuten lang denkt, man sei gut im Spiel - aber man darf keine einzige Sekunde nachlassen! Denn sie können jederzeit die Lücke finden, um ein Tor zu schießen. Wir müssen alle sehr solidarisch sein und ein großes Spiel machen, wenn wir etwas mitnehmen wollen.“

Während Ribéry in Madrid von Beginn an auflaufen wird, ist der Einsatz von Martínez offen. Der defensive Mittelfeldspieler saß zuletzt bei der 4:0-Gala der Spanier in Weißrussland 90 Minuten auf der Bank. Da Sergio Ramos mit muskulären Problemen aus Minsk nach Madrid zurückgekehrt ist, könnte Martínez am Dienstag in die Innenverteidigung rutschen. Heiß darauf wäre er bestimmt. Dafür hat Ribéry in der Bayern-Kabine gesorgt.

Weitere Inhalte