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Völler im Interview

'Wir geben die Hoffnung nicht auf'

Man kann mittlerweile durchaus von einer Ära sprechen. Seit Januar 2005 leitet Rudi Völler als Sportdirektor die Geschicke bei Bayer 04 Leverkusen. Vieles hat sich unter seiner Regie beim Werksclub verändert, eines aber nicht: Beim FC Bayern gibt es Jahr für Jahr nichts zu holen für Bayer 04, seit über 23 Jahren konnte Leverkusen in München nicht mehr gewinnen - was für eine Serie!

Im Interview mit dem Bayern-Magazin versucht Völler, dieses Phänomen zu erklären. Zudem spricht er vor dem Duell mit dem FC Bayern (Sonntag, 17.30 Uhr) unter anderem über Bastian Schweinsteiger. fcbayern.de veröffentlicht Auszüge.

Bayern-Magazin: Sie haben im Fußball sicherlich alles erlebt. Können Sie uns dann das Phänomen erklären, warum Bayer Leverkusen seit über 23 Jahren nicht mehr beim FC Bayern gewonnen hat?
Völler: „Zuhause haben wir ja schon das eine oder andere Mal gegen Bayern gewonnen, aber in München...! Tja, das hängt auch damit zusammen, dass die Bayern schon immer sehr heimstark waren. Wir waren einige Male nahe dran, aber dann hat doch der letzte Tick gefehlt. Aber wir geben die Hoffnung nicht auf und werden es an diesem Sonntag auf ein Neues versuchen.”

Bayern-Magazin: Sie haben das eine oder andere Spiel in München als Spieler und Verantwortlicher mitgemacht. Kann sich so was im Unterbewusstsein festsetzen, dass man sich vor dem Anpfiff in der Kabine sagt: „Da gewinnen wir ja sowieso nicht...“?
Völler: „Nein, das glaube ich nicht. Außerdem ist der heutige Kader ja ein ganz anderer wie vor sechs, sieben Jahren. Klar ist natürlich, dass du als Gegner einen absoluten Sahnetag erwischen musst, um in München etwas zu holen und die Bayern selbst nach Möglichkeit nicht.”

Bayern-Magazin: Wenn diese Serie am Sonntag brechen sollten, womit werden sie sich dann belohnen: Mit einem Weißbier oder eher mit einem Pils oder Kölsch?
Völler: „Ich würde mal sagen: Genauso und in der Reihenfolge.” (lacht)

Bayern-Magazin: Leverkusen hat letzte Saison Champions League gespielt, in diesem Jahr Europa League. Wo wollen Sie Bayer langfristig ansiedeln?
Völler: „Grundsätzlich ist es immer unser Anspruch, international vertreten zu sein, im Idealfall in der Champions League. Wenn man die Bayern, die eine Sonderstellung genießen, und mittlerweile auch Dortmund ein bisschen außen vorlässt, dann rangeln einige Teams um die Plätze dahinter. Zu denen zähle ich auch uns.”

Bayern-Magazin: Sie haben damals als DFB-Teamchef den jungen Bastian Schweinsteiger noch mit zur EM 2004 mitgenommen. Wie beurteilen Sie seine Entwicklung seitdem - sportlich und als Persönlichkeit?
Völler: „Ich habe Bastian damals als einen eher etwas zurückhaltenden Menschen kennengelernt und ich glaube, so ist er auch heute noch. Ich finde es bemerkenswert, wie ruhig und sachlich er sich stets in den Interviews präsentiert. Ich halte ihn für eine große Persönlichkeit und als Fußballer gibt es keine zwei Meinungen: absolute Weltklasse.”

Bayern-Magazin: Sie genießen bei den Fußball-Fans in Deutschland eine große Beliebtheit, die sogar besungen wurde. Was glauben Sie, warum sie so populär geworden sind?
Völler: „Das werde ich immer wieder mal gefragt, aber ich tue mich da schwer mit der Antwort. Klar, ich freue mich darüber, dass es so ist, aber warum, das müssen andere einschätzen. Ich versuche einfach, immer freundlich zu sein, den Leuten mit Respekt zu begegnen, authentisch zu bleiben, aber auch mal meine Meinung zu sagen. ”

Das komplette Interview lesen Sie im aktuellen Bayern-Magazin!

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