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'Sehr, sehr wichtig'

Bayern für Spitzenspiel gegen BVB gerüstet

Schlusspfiff in Freiburg. Der Kapitän ballte entschlossen die Faust, die Spieler klatschten sich ab, Jupp Heynckes strahlte. Es war kein Feuerwerk, das der FC Bayern am Mittwochabend abbrannte, aber dafür ein „enorm wichtiger“ 2:0 (1:0)-Arbeitssieg, wie Thomas Müller anmerkte. Die Konkurrenz aus Dortmund, Schalke und Frankfurt hatte am Tag zuvor „etwas gepatzt“ (Philipp Lahm). Die Bayern nutzten die Gunst der Stunde und sicherten sich bereits am 14. Spieltag die inoffizielle Herbstmeisterschaft - so früh schaffte das in der Geschichte der Bundesliga noch kein Team.

Viel wichtiger: Der Vorsprung der Bayern auf den neuen Tabellenzweiten Bayer Leverkusen ist auf zehn Punkte angewachsen - eine tolle Ausgangsposition vor dem Bundesliga-Knaller gegen Borussia Dortmund am kommenden Samstag (18.30 Uhr). „Die Herbstmeisterschaft bedeutet mir nicht so viel“, erklärte Cheftrainer Heynckes. Kapitän Lahm bezeichnete es zwar als „sehr, sehr wichtig“, im Winter oben zu stehen, allerdings habe man noch nichts erreicht und in den kommenden Wochen noch viele Ziele.

Bei strömendem Regen in Freiburg fingen die Bayern „ordentlich“ (Müller) an. Mit der ersten nennenswerten Offensivaktion schlug der Rekordmeister zu. Franck Ribéry holte einen Handelfmeter heraus, Müller (12.) verwandelte erstmals in der Bundesliga. Dann agierte der FCB ab der 18. Minute sogar in Überzahl, da der Freiburger Innenverteidiger Fallou Diagné mit Rot vom Platz gestellt wurde. „Aber wie auch die letzten Male hatten wir komischerweise mehr Probleme als bei elf gegen elf“, analysierte Müller.

Der Spielfluss ging etwas verloren, Freiburg hielt mit viel Kampf und Leidenschaft dagegen. „Wir haben etwas zu langsam gespielt“, sagte Dante. Vor allem versäumten es die Münchner, „das Ergebnis in die Höhe zu schrauben“, wie Heynckes bemängelte: „Dann hätten wir die Partie wesentlich leichter nach Hause spielen können.“ Kapitän Lahm sah dies ähnlich und stellte fest: „So mussten wir leider ziemlich lange zittern.“

Lahms vierter Assist

Manuel Neuer rettete sogar im Laufe der zweiten Halbzeit gegen den auffälligsten Freiburger Max Kruse die Führung. Schlussendlich erlöste der eingewechselte Anatoliy Tymoshchuk (79.) die Bayern-Fans. Es war das vierte Bundesliga-Tor des Ukrainers überhaupt, zwei davon erzielte er gegen den SC Freiburg. Die Vorlage kam von Lahm, der in 14 Spielen nun schon mehr Assists (4) auf seinem Konto hat als in der gesamten vergangenen Saison (3).

In der Folge passierte nichts mehr. Die Bayern fuhren einen knappen, aber am Ende verdienten Dreier ein. 60 Prozent Ballbesitz und 12:10 Torschüsse belegen dies. „Über weite Strecken haben wir das gut gemacht. Vor allem defensiv haben wir mal wieder fast nichts zugelassen“, resümierte Heynckes. Müller erklärte: „Wir freuen uns, dass wir die Punkte mitnehmen können.“

Vorfreude auf das Spitzenspiel

Nach dem Spiel ging es mit dem Mannschaftsbus direkt zum Flughafen und zurück nach München. Viel Zeit zur Regeneration bleibt nicht. „Jetzt kommt ein richtiges Highlight“, weiß Shaqiri, der in Freiburg für den geschonten Bastian Schweinsteiger in die Startelf rotierte. Gegen den BVB, aktuell Tabellendritter, will der FC Bayern seine beeindruckende Saisonbilanz weiter ausbauen. Lahm: „Alle freuen sich auf das Spitzenspiel - vor allem wir Spieler!“

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