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'Nix Dortmund - SC Freiburg!'

FC Bayern will 'im Fluss bleiben'

Ganz Fußball-Deutschland fiebert dem Bundesliga-Knaller entgegen. Bayern gegen Dortmund, souveräner Tabellenführer gegen den Deutschen Meister und aktuellen Zweiten. Doch Vorsicht! Dieser Gipfel steigt erst am Samstagabend. Am Mittwoch (ab 20 Uhr im Liveticker und im Webradio bei FCB.tv) beim vermeintlich kleinen SC Freiburg „gibt es genauso drei Punkte“, wie Toni Kroos betonte. Cheftrainer Jupp Heynckes gab am Dienstag die Marschroute vor: „Nix Dortmund - SC Freiburg! Das ist unser Highlight!“

Mehrfach wiegelte Bayerns Coach auf der Abschlusspressekonferenz die Fragen der Journalisten zum BVB resolut ab. „Ich fokussiere mich nur auf Freiburg. Denn wir sind in guter Form und wollen im Fluss bleiben“, erklärte Heynckes. Auch in Sachen Aufstellung nehme er „keine Rücksicht“. Die Tatsache, dass Bastian Schweinsteiger bei einer weiteren Gelben Karte gesperrt wäre, spiele in seinen Planungen keine Rolle.

Volle Kraft voraus also, um den bislang überraschend starken SC Freiburg in Schach zu halten. Man müsse sich nur die Tabelle (Rang 6) anschauen, um zu sehen, welch „schwieriges Spiel“ den FCB im Breisgau erwartet. „Die sind echt gut beieinander und spielen mutig nach vorne“, weiß Heynckes, der das 3:0 der Freiburger gegen den VfB Stuttgart am vergangenen Sonntag in voller Länge vor dem Fernseher verfolgte.

Vor allem Christian Streich hat es Heynckes angetan: „Ihr bester Mann sitzt auf der Trainerbank.“ Der Nachfolger von Marcus Sorg, dem jetzigen U-17-Trainer des FCB, habe in Freiburg für neuen Schwung gesorgt. „Er ist bescheiden, kompetent und lässt einen modernen Fußball spielen“, lobte Heynckes. Personell kann Streich gegen den FCB fast aus dem Vollen schöpfen. Einzig der gelbgesperrte Rechtsverteidiger Mensur Mujdza fehlt. Ihn wird voraussichtlich Vegar Eggen Hedenstad ersetzen.

'Das wird verdammt schwierig'

Auch Heynckes steht in Freiburg beinahe der gesamte Kader zur Verfügung. Nur Arjen Robben (Aufbautraining nach Muskelfaserriss), Luiz Gustavo (Leisten-OP), Daniel van Buyten (Erkältung) und Emre Can (Bänderriss) müssen passen. Dennoch ist allen Spielern beim FC Bayern klar, dass 99 Prozent nicht reichen werden. Mario Gomez erklärte: „In Freiburg zu gewinnen, wird verdammt schwierig. Das ist eine unglaublich kompakte, aggressive Mannschaft, sehr draufgängerisch, vor allem zuhause. Das wissen wir.“

Und SC-Coach Streich kündigte bereits an, den Spielstil auch gegen den FCB keineswegs zu verändern. „Meine Ansprüche sind ziemlich hoch - und die reduziere ich auch gegen die Bayern nicht“, sagte Streich selbstbewusst. Sein Team müsse am Mittwochabend „alles ausschöpfen“, um eine Chance zu haben. Der FCB wird mit Sicherheit etwas dagegen haben. Denn das Ziel ist klar: „Am liebsten würde ich mit neun Punkten Vorsprung gegen Dortmund auflaufen - Minimum neun Punkte.“ (Philipp Lahm)

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