präsentiert von
Menü
Ohne Robben, Ribéry fraglich

FCB erwartet kampfbetontes Derby beim 'Club'

Entspannt nach einer harmonischen Jahreshauptversammlung und selbstbewusst nach einer bislang erstklassigen Saison, aber auch mit Personalsorgen tritt der FC Bayern am Samstag (15.30 Uhr, live im Ticker und im FCB.tv-Webradio) beim 1. FC Nürnberg an. Im 185. bayerisch-fränkischen Derby fehlen dem Bundesliga-Spitzenreiter unter anderem Arjen Robben und Luiz Gustavo, Franck Ribéry ist fraglich.

Robben ist mit einem leichten Muskelfaserriss vom Länderspiel gegen Deutschland nach München zurückgekehrt. „Er wird morgen und gegen Valencia nicht zur Verfügung stehen“, teilte Jupp Heynckes am Freitag mit. Gustavo laboriert weiterhin an muskulären Problemen und trat die Reise nach Nürnberg ebenfalls nicht mit an.

Fraglich ist zudem Ribéry, der im Länderspiel in Italien eine schmerzhafte Rippenprellung erlitten hat. Ob er spielen kann? Heynckes ist zuversichtlich: „Ich gehe davon aus, dass er von Anfang an mitwirken kann.“ Sicher fehlen werden die verletzten Jérôme Boateng (Muskelfaserriss) und Emre Can (Bänderriss).

Dafür kehrt Holger Badstuber knapp drei Wochen nach seinem Muskelfaserriss ins Aufgebot zurück. „Für mich ist das ein kleines Wunder, dass er schon wieder einsatzfähig ist“, sagte Heynckes. Auch Toni Kroos und Bastian Schweinsteiger, die ihre Teilnahme am Holland-Länderspiel krank abgesagt hatten (Heynckes: „Das war eine kluge Entscheidung.“), sind wieder fit.

Gomez im Kader?

Erstmals in dieser Saison könnte darüber hinaus Mario Gomez zum FCB-Kader in einem Pflichtspiel gehören. Eine Entscheidung falle kurzfristig, kündigte Heynckes an, betonte aber auch: „Mario war drei Monate verletzt. Es ist meine Aufgabe, ihn behutsam heranzuführen.“ Gomez hatte am vergangenen Dienstag in einem Testspiel erstmals wieder Spielpraxis gesammelt.

Egal mit welchem Personal, am Samstag in Nürnberg will der FC Bayern auf jeden Fall seine blitzsaubere Auswärtsbilanz (5 Spiele, 5 Siege, 15:0 Tore) fortsetzen. „Ich hoffe, dass wir in der Erfolgsspur bleiben. Wir müssen versuchen, den Abstand zum Zweiten, Dritten, Vierten zu halten und unter Umständen auszubauen“, sagte Heynckes.

'Sie sind sehr gefährlich'

Karl-Heinz Rummenigge hatte die Mannschaft auf der Jahreshauptversammlung angesichts der anstehenden Aufgaben zu „hoher Konzentration und großem Willen“ aufgerufen: „Wir haben jetzt wichtige Wochen vor uns, die in Nürnberg beginnen.“ Uli Hoeneß warnte vor dem Tabellen-15. aus Franken: „Sie sind angeschlagen und daher sehr gefährlich.“

Nur einen Sieg feierte der Club in den letzten acht Ligaspielen. Dennoch dürfe man die Nürnberger nicht unterschätzen, betonte auch Heynckes. Er rechnet damit, dass die Franken den Münchnern einen großen Kampf bieten werden. „Man weiß: In Derbys gegen den FC Bayern wird sich die Mannschaft steigern. Sie werden alles auspacken, was sie drauf haben.“ Das zeigt auch ein kleiner Blick zurück: Nur eines der letzten fünf Ligaspiele in Nürnberg konnte der FCB gewinnen.

Relaxed? 'Das geht morgen gar nicht!'

„Man hat immer eine Chance als Außenseiter. Man muss sie suchen, sie sich erarbeiten und, wenn sie da ist, zupacken“, sagte Club-Trainer Dieter Hecking, der vor 28 Jahren (30. November 1984) unter Heynckes als Spieler sein Bundesliga-Debüt gefeiert hatte. Torhüter Raphael Schäfer meinte: „Wir müssen einen richtigen Sahnetag erwischen und die Bayern müssen uns auf die leichte Schulter nehmen.“

So wie im Juni 1989, als der FC Bayern am 33. Spieltag in Nürnberg antrat. Auch damals waren die Nürnberger Tabellen-15. - und gewannen mit 2:1. Dennoch hat Heynckes, der auch damals Bayern-Trainer war, die Partie in bester Erinnerung. Seine Mannschaft stand nämlich bereits als Meister fest. „Da saßen wir ganz relaxed auf der Trainerbank und konnten das Spiel genießen. Das geht morgen gar nicht!“

Weitere Inhalte