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'Wissen, was auf uns zukommt'

FCB fährt 'optimistisch' nach Hamburg

Bayern gegen HSV - das ist ein echter Bundesligaklassiker. Zum 95. Mal steigt am Samstag (18.30 Uhr, live im Ticker und im FCB.tv-Webradio) in der Hamburger Imtech Arena dieses Nord-Süd-Duell, in 50 Jahren Bundesliga gab es nur die Partie HSV gegen Bremen häufiger (97 Mal). Die FCB-Bilanz mit 54 Siegen, 21 Remis und nur 19 Niederlagen gegen die Hanseaten kann sich sehen lassen, nur die jüngste Auswärtsserie an der Elbe stört: Der letzte Sieg beim HSV ist sechs Jahre alt - das soll sich jetzt ändern.

„Ich will da jetzt mal gewinnen“, betonte Thomas Müller, der beim letzten Bayern-Sieg in Hamburg - 2:1 im November 2006 - noch in der U19 des Rekordmeisters kickte. „Sehr optimistisch“ tritt Jupp Heynckes die Reise nach Hamburg an. Trotz der unglücklichen Niederlage gegen Leverkusen (1:2), mit der am vergangenen Wochenende die Rekord-Startserie des FCB endete, sei die Mannschaft „gut drauf. Wir wollen uns oben etablieren“, sagte der Bayern-Trainer. „Wir wollen eine neue Serie starten“, betonte Arjen Robben.

In Hamburg erwartet Heynckes „ein schwieriges Auswärtsspiel. Der HSV ist im Aufwind.“ Nur eines der letzten sechs Ligaspiele hat der Tabellensiebte verloren, er kassierte in den letzten vier Ligaspielen nur ein Gegentor und besiegte Meister Borussia Dortmund mit 3:2. „Hamburg ist wieder im Hoch. Wir wissen, was auf uns zukommt“, meinte Xherdan Shaqiri, der unter HSV-Trainer Thorsten Fink beim FC Basel einst den Durchbruch schaffte.

Fink will Bayern 'schlagen'

„Hochmotiviert“ werde der HSV am Samstag auflaufen, ist Heynckes überzeugt: „Die Hamburger werden nicht nur versuchen, uns Paroli zu bieten, sondern zu gewinnen. Sie werden 100 Prozent geben - oder 120, wenn es das gibt.“ Hamburgs Coach Fink, der als Spieler mit dem FC Bayern Weltpokal und Champions League gewonnen hat, sagte: „Wir haben in den letzten Wochen genug Selbstvertrauen getankt und gezeigt, dass wir gute Mannschaften schlagen können. Wir brauchen uns nicht vor Bayern München zu verstecken. Ich will sie schlagen.“

Mit „Spiellenker“ (Heynckes) Rafael van der Vaart und René Adler im Tor (Heynckes: „ein überragender Rückhalt“) greift der Hamburger SV nach Platz 15 in der letzten Saison wieder oben an. Das soll auch der FC Bayern zu spüren bekommen. „Wir wollen allen zeigen, dass der Sieg gegen Dortmund keine einmalige Sache war“, betonte Van der Vaart, der nach eigenem Bekunden „heiß wie Fritten-Fett“ auf das Duell mit dem Rekordmeister ist. „Wir müssen offensiv spielen und dürfen vor der besten Mannschaft Deutschlands keine Angst haben.“

Rafinha und Ribéry im Kader

„Mit den Zuschauern im Rücken“ und mit „absoluter Disziplin“ will Fink den Coup gegen den Rekordmeister schaffen. Dabei muss er auf die verletzten Ivo Ilicevic (muskuläre Probleme), Petr Jiracek (Adduktoren) und Christian Nørgaard (Syndesmoseband) verzichten. Beim FC Bayern fehlen Mario Gomez (Trainingsrückstand) und Holger Badstuber (Muskelfaserriss).

Rafinha, der sich am Mittwoch beim Pokalsieg gegen Kaiserslautern an der Schulter verletzte, steht hingegen zur Verfügung. Der Rechtsverteidiger wurde am Freitagmorgen noch per Kernspin untersucht. „Es wurde nichts festgestellt. Es ist eine Prellung. Er wird im Aufgebot sein“, sagte Heynckes. Franck Ribéry, der zuletzt wegen muskulärer Probleme pausierte, kehrt in den Kader zurück.

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