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Bayern vs. Mestalla

FCB noch sieglos in Valencias Festung

Drei zum Teil atemberaubend steile Ränge; Zuschauer, die ganz nah am Rasen sitzen; insgesamt 53.000 fanatische Fans - das Estadio de Mestalla (Valencianisch: Camp de Mestalla) ist eines der beeindruckendsten und traditionsreichsten Stadien der Welt. Und eine Festung, auf die der FC Valencia auch am Dienstagabend im Duell mit dem FC Bayern setzt. „Bayern München gehört zu den besten Teams der Welt, aber wir haben das Mestalla-Stadion. Zuhause sind wir unschlagbar“, sagte Innenverteidiger Adil Rami.

Die Statistik zeugt von der Heimstärke der Valencianos. In der aktuellen Saison haben sie noch kein einziges Heimspiel verloren (7 Siege, 1 Remis). In der Champions League ist der Klub seit acht Spielen im Mestalla ungeschlagen. Die letzte Niederlage datiert vom 29. September 2010, als sich Manchester United dort knapp mit 1:0 durchsetzte. Zuletzt feierten die Spanier vier Heimsiege in der Königsklasse.

FCB-Chefcoach Jupp Heynckes kennt die Heimstärke der Valencianos aus eigener Erfahrung. Schon sieben Mal trat er dort mit verschiedenen Klubs an (Bilbao, Teneriffa, Real Madrid), nur einmal hat er gewonnen (5 Niederlagen, 1 Remis). Und auch der FC Bayern hat sich im Mestalla immer schwer getan. Zum vierten Mal gastiert der deutsche Rekordmeister am Dienstag im 1923 eröffneten und mehrfach ausgebauten Stadion, noch nie hat er gewonnen. fcbayern.de blickt auf die bisherigen Spiele im Mestalla zurück:

14. Februar 1968, Europapokal der Pokalsieger, Viertelfinal-Hinspiel
Als amtierender Europapokalsieger der Pokalsieger debütierte der FC Bayern im Estadio de Mestalla. Nach dem Titelgewinn 1967 führte das Viertelfinale der darauf folgenden Saison die Münchner nach Valencia. Im Februar 1968 traten die Bayern um Kapitän Werner Olk, Franz Beckenbauer und Gerd Müller in Valencia an und holten ein 1:1. Vilar brachte die Gastgeber früh in Führung (6.), ein Eigentor von Mestre (77.) führte zum Ausgleich. Im Rückspiel einen Monat später in München erreichte der FCB durch ein 1:0 (Tor: Müller) das Halbfinale.

10. September 1996, UEFA-Cup, 1. Runde Hinspiel
Wieder gastierte der FC Bayern als Titelverteidiger in Valencia, diesmal als UEFA-Cup-Sieger - und erlebte zum Auftakt der neuen Europapokal-Saison sein blaues Wunder. 0:3 verlor das Team von Trainer Giovanni Trapattoni, Alexander Zickler sah zudem kurz vor Schluss die Rote Karte (88.). Offenbar hatten die Münchner den Gegner, der zu diesem Zeitpunkt noch kein Saisonspiel gewonnen hatte, zu leicht genommen. Die Stimmung sei „wie beim Testspiel gegen einen Bezirksligisten“ gewesen, ärgerte sich Präsident Franz Beckenbauer. Die Tore für Valencia erzielten Engonga per Foulelfmeter (20.), Lopez (27.) und Moya (48.). Im Rückspiel zwei Wochen später im Olympiastadion gewann der FCB zwar mit 1:0 (Eigentor Navarro), schied aber aus.

20. Oktober 1999, Champions League, 4. Gruppenspiel
Punktgleich und jeweils noch ohne Niederlage trafen Bayern und Valencia am vierten Gruppenspieltag im Mestalla aufeinander, an der Statistik sollte sich auch nach dem Spiel nichts ändern. Ilie (11.) und Effenberg (18./Foulelfmeter) trafen zum gerechten 1:1-Unentschieden. Am Ende erreichten beide Mannschaften das Achtelfinale, Valencia als Gruppenerster, Bayern als -zweiter. Übrigens: Bei den Spaniern liefen damals zwei Spieler auf, die auch heute noch in Diensten Valencias stehen: Der aktuelle Trainer Mauricio Pellegrino verteidigte in der Abwehrzentrale, David Albelda, damals 22 heute 35 Jahre alt, spielte im defensiven Mittelfeld und könnte auch am Dienstag gegen den FC Bayern zum Einsatz kommen.

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