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Spitzenspiel gegen Frankfurt

FCB rechnet mit 'schwieriger Aufgabe'

Erinnern Sie sich noch? September 1999, mit Michael Tarnat hütet 28 Minuten lang ein Feldspieler bravourös das Bayern-Tor. Oder April 1995, der Wechselfehler von Giovanni Trapattoni, der mit Dietmar Hamann eine vierten Amateur einwechselte. Oder August 1989, Klaus Augenthalers Tor von der Mittellinie, später zum Tor des Jahres und des Jahrzehnts gewählt. Oder August 1965, der erste Sieg des FC Bayern (2:0) in der 50-jährigen Bundesliga-Geschichte. Alles passiert bei Spielen des FC Bayern gegen Eintracht Frankfurt. Am Samstag (15.30 Uhr, live im Ticker und im FCB.tv-Webradio) treffen beide Klubs zum 83. Mal aufeinander - diesmal ist es ein echtes Spitzenspiel.

Als Tabellendritter kommt der Aufsteiger zum Spitzenreiter nach München. Leverkusen, Hannover und Hamburg hat die Eintracht schon besiegt, Dortmund ein Unentschieden abgetrotzt. Die Bayern sind gewarnt. „Wir sind gut beraten, sie nicht auf die leichte Schulter zu nehmen“, sagte Uli Hoeneß. Karl-Heinz Rummenigge meinte: „Wir haben Respekt vor Eintracht Frankfurt. Die spielen eine wunderbare, erstklassige Saison.“

Jupp Heynckes bezeichnete die Eintracht als „Überraschungsmannschaft der Liga. Sie haben den Aufstiegsschwung mit in die Bundesliga gebracht.“ Der FCB-Chefcoach erwartet, dass die Hessen auch beim Gastspiel in München nicht oder nur kaum von ihrem offensiven Konzept abweichen: „Frankfurt wird sich nicht verstecken in der Allianz Arena. Sie spielen frei von der Leber weg.“

Mit Mandzukic, ohne Gustavo

Entsprechend forderte der FCB-Chefcoach von seiner Mannschaft, am Samstag wieder konzentriert aufzutreten und den Schalter von Champions League auf Bundesliga umzulegen. Die Partie werde „deutlich schwerer“ werden als das 6:1-Fußballfest gegen Lille am vergangenen Mittwoch, betonte er. Dabei muss er erneut auf Luiz Gustavo (Muskelverhärtung) verzichten, Mario Mandzukic kehrt hingegen nach auskurierter Erkältung in den Kader zurück.

Die warnenden Worte des Trainers stoßen im eigenen Team auf offene Ohren. „Wir dürfen uns nicht überraschen lassen. Früh in Führung gehen und die Räume nutzen. Das ist die Devise“, twitterte Dante vor der Partie gegen die Eintracht. „Wir müssen die Konzentration hochhalten. Man muss sich das in jedem Spiel neu erarbeiten“, sagte Robben, der den Hessen ein „Riesenkompliment“ aussprach: „Was sie bislang als Aufsteiger gemacht haben, ist super und verdient Lob.“

Euphorie? 'Ganz im Gegenteil'

Von den Lobeshymnen, die derzeit von allen Seiten auf die Bayern einprasseln, lasse man sich nicht einlullen, betonte derweil Heynckes. „Bei uns kommt keine Euphorie auf, ganz im Gegenteil“, versicherte der FCB-Trainer, „die Spieler sind besonnen, moderat. Wir wissen, dass wir gegen Frankfurt vor einer schwierigen Aufgabe stehen. Die Arbeit ist noch nicht getan. Die Zuschauer können viel mehr genießen als wir.“ Hoffentlich auch wieder am Samstag.

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