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Dreikampf in Gruppe F

FCB will gegen Lille den nächsten Sieg einfahren

Der Auftrag für den FC Bayern ist klar: Im Dreikampf um die zwei Achtelfinalplätze in der Champions-League-Gruppe F ist ein Erfolg im Heimspiel gegen den französischen Vertreter LOSC Lille am Mittwochabend (ab 20.30 Uhr im FCB-Liveticker und im Webradio) Pflicht. „Wir müssen gewinnen“, sagte Flügelflitzer Franck Ribéry vor dem Wiedersehen mit seinem ehemaligen Verein. „Wir müssen so spielen wie in Hamburg und die drei Punkte holen.“

Nach drei Spieltagen rangiert der FCB mit sechs Zählern nur an Position drei hinter den punktgleichen Teams des FC Valencia und von BATE Borisov, die im Parallelspiel zeitgleich in Valencia aufeinandertreffen. Nach dem knappen 1:0-Sieg vor zwei Wochen in Nordfrankreich sei es umso wichtiger, „zuhause vor eigenem Publikum nachzulegen und die drei Punkte einzufahren“, betonte auch Abwehrspieler Jérôme Boateng.

Nach dem starken Auftritt am vergangenen Wochenende beim Hamburger SV (3:0) kann der souveräne Bundesliga-Spitzenreiter mit breiter Brust in die Partie gegen den Tabellen-Siebten der Ligue 1 gehen. Selbstvertrauen ja, Überheblichkeit nein - das weiß auch Trainer Jupp Heynckes, der vor zu viel Euphorie um sein Team warnte. „Ich erwarte von der Mannschaft noch viel mehr. Mir ist das zu euphorisch, zu positiv. Wir haben überhaupt noch nichts erreicht“, mahnte Heynckes.

Zumal es in der Königsklasse „keine leichten Gegner“ gebe, wie der 67 Jahre alte Fußballlehrer anmerkte. „Im letzten Jahr hieß es wir haben die stärkste Gruppe erwischt, in diesem Jahr hieß es das sieht gut aus, sei machbar“, erinnerte Heynckes an die letzten beiden Gruppen-Auslosungen. Während sich sein Team im Vorjahr souverän gegen Manchester City, Neapel und Villarreal durchsetzte, steht es in dieser Saison nach der überraschenden Niederlage in Borisov „etwas unter Druck“, wie Uli Hoeneß betonte.

Ribéry 'hochmotiviert und fit'

Als „äußerst wichtig“ bezeichnete Heynckes daher die Partie gegen einen „aggressiven“ und „hartnäckigen“ Gegner, der momentan ohne Punkte am Tabellenende der Gruppe F rangiert. „Die Mannschaft wird nochmal alles versuchen. Sie hat schon im Hinspiel gezeigt, dass sie ungemein Power hat, rustikal und kämpferisch zur Sache geht. So erwarte ich sie auch am Mittwoch“, stellte sich Heynckes auf eine erneute schwierige Aufgabe ein. „Meine Mannschaft weiß, worauf es ankommt.“

Zustimmung erhielt Heynckes vom derzeit überragenden Franck Ribéry. Die Mannschaft werde „nicht den Fehler machen, das Spiel auf die leichte Schulter zu nehmen und von der ersten Minuten an konzentriert zur Sache gehen“, versicherte der französische Nationalspieler. Vor dem Duell mit seinen Landsleuten, und da insbesondere mit seinem Nationalmannschaftskollegen Mathieu Debuchy („Er ist für mich einer der sehr guten Rechtsverteidiger. Es wird ein interessantes Duell.“) zeigte sich Ribéry „hochmotiviert und fit“.

Robben zurück - Mandzukic fraglich

Das ist laut Aussage von Jupp Heynckes auch Arjen Robben, der gegen Lille wohl in die Startelf zurückkehren wird und damit erstmals seit dem 3:0 gegen Wolfsburg vor sechs Wochen wieder gemeinsam mit Ribéry die Flügelzange des Rekordmeisters bilden wird. Verzichten muss Heynckes dagegen auf Torjäger Mario Gomez (Trainingsrückstand), Abwehrspieler Holger Badstuber (Muskelfaserriss) sowie Jung-Profi Emre Can, der einen Bänderriss im linken Sprunggelenk erlitten hat.

Fraglich ist zudem der Einsatz von Angreifer Mario Mandzukic. Der kroatische Nationalspieler konnte am Dienstag wegen einer Erkältung nicht am Abschlusstraining teilnehmen. Er wurde von Heynckes nach Hause geschickt, um sich zu kurieren. Eine endgültige Entscheidung über die Einsatzfähigkeit des Stürmers wird erst im Laufe des Spieltags fallen. Sollte Mandzukic ausfallen, stehen Heynckes noch Thomas Müller und Claudio Pizarro als Optionen zur Verfügung.

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