präsentiert von
Menü
Zu Gast in Valencia

FCB will 'mindestens einen Punkt mitnehmen'

Verlieren verboten, so lautet der klare Auftrag des FC Bayern vor dem möglicherweise vorentscheidenden Gruppenspiel in der Champions League am Dienstagabend beim FC Valencia (ab 20.30 im FCB-Liveticker und im Webradio). Im Kampf um den Sieg in der Vorrundengruppe F führen beide Teams punktgleich mit jeweils neun Zählern die Tabelle an. Drei Punkte dahinter lauert BATE Borisov, am letzten Spieltag zu Gast in der Münchner Allianz Arena, und ebenfalls noch mit Chancen auf den Einzug in die K.o.-Phase.

„Wir haben jetzt zwei wichtige Spiele, in denen die Gruppenphase entschieden wird“, sagte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge am Montagmorgen vor dem Abflug des Rekordmeisters am Münchner Flughafen. „Wenn wir Gruppenerster werden wollen, und das wollen wir, dann müssen wir in Valencia mindestens einen Punkt mitnehmen. Das wird ohne Frage nicht einfach.“ Torhüter Manuel Neuer fügte an: „Wir kennen die Tabelle und wissen, dass wir dort mindestens einen Punkt holen müssen.“

Aber auch ein Sieg an der Mittelmeerküste garantiert noch nicht den vorzeitigen Einzug ins Achtelfinale, so eng gestaltet sich die Ausgangslage in der Gruppe F vor den letzten beiden Spieltagen. „Wenn eine Mannschaft null Punkte hat, ist für die anderen drei bis zum Ende alles drin“, weiß Kapitän Philipp Lahm und gab daher als „einfachste Rechnung“ für die Partie in Valencia aus „zu gewinnen“. Sollte gleichzeitig Borsiov gegen Lille nicht gewinnen, stünden die Bayern bereits als Gruppensieger fest.

Doch das ist leichter gesagt als getan, erwartet den FC Bayern am Dienstagabend im Camp de Mestalla ein äußerst unangenehmer und heimstarker Gegner. „Das ist für jede Gastmannschaft ein schwieriges Pflaster“, sagte Javier Martínez im Interview mit fcbayern.de über das Mestalla. Umso mehr hofft der 24-Jährige darauf, den in dieser Saison vor eigenem Publikum noch ungeschlagenen Spaniern mit dem FCB „die erste Heimniederlage“ zuzufügen.

Stabile Defensive gegen Valencias Sturm

Das hofft auch Trainer Jupp Heynckes, der in seiner Zeit in Spanien schon viele Male in Valencia zu Gast war und am Dienstagabend einen „Wettkampf zweier sehr gut strukturierten Mannschaften“ erwartet. Nachdem Valencia „etwas holprig“ in die Saison gestartet ist - in diese Phase fiel auch der 2:1-Sieg des FCB in München -, habe sich die Mannschaft in den letzten Wochen stabilisiert „spiele nun „besseren Fußball“, so Heynckes. „Valencia hat immer eine sehr gute Mannschaft, sie gehören zu den großen Drei in Spanien.“

Besonders die Offensive um Torjäger Roberto Soldado (Martínez: „Er ist die Seele des FC Valencia“) gilt es dabei in den Griff zu bekommen. Acht der insgesamt zehn Tore in der laufenden Champions-League-Saison verteilen sich auf das Angriffstrio Soldado (4), Jonas (3) und Nelson Valdez (1). „Wir haben in der Liga gezeigt, dass wir ein gutes Defensivverhalten haben“, zeigte sich Heynckes davon überzeugt, auch am Dienstag „wieder eine stabile Defensive“ aufzubieten.

Ribéry und Gomez zurück

„Natürlich ist das eine schwierige Aufgabe“, sagte Lahm, der einen „technisch starke“ Heimmannschaft erwartet. „Trotzdem brauchen wir uns nicht zu verstecken.“ Zumal mit dem in den letzten Wochen überragenden Franck Ribéry (Rummenigge: „Wenn er auf dem Platz steht, ist es für unsere Mannschaft gut und für den Gegner nicht so gut.“) sowie dem lange verletzten Mario Gomez zwei wichtige Offensivakteure wieder zur Verfügung stehen.

Ob Ribéry, der am letzten Samstag beim Bundesligaspiel in Nürnberg wegen einer schmerzhaften Rippenprellung gefehlt hatte, von Beginn an spielen wird, entscheidet sich am Montagabend beim Abschlusstraining. „Ich hoffe, dass er heute die gesamte Trainingseinheit durchführen kann. Wenn das der Fall ist, dann wird er morgen sicherlich auch spielen“, kündigte Heynckes an. Rummenigge forderte: „Es ist wichtig, dass wir voll konzentriert und engagiert in das Spiel gehen, damit wir gegen Borisov nicht noch ein kleines Finale haben.“

Für fcbayern.de in Valencia: Carsten Zimmermann

Weitere Inhalte