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'Wir brennen'

FCB will Vorsprung weiter ausbauen

Erster gegen Dritter, Rekordmeister gegen Titelverteidiger - das große Gipfeltreffen zwischen dem FC Bayern und Borussia Dortmund stellt am 15. Bundesligaspieltag alles in den Schatten. „Dortmund gegen Bayern, das ist ein Spiel wie in der Champions League“, sagte Franck Ribéry vor dem Spitzenspiel am Samstagabend in der seit Wochen ausverkauften Allianz Arena (ab 18.15 Uhr im FCB-Liveticker und im Webradio bei FCB.tv). Thomas Müller sprach von einem „Duell, das die gewisse Würze hat“.

203 Länder werden via Liveübertragung zuschauen, wenn die Mannschaft von Trainer Jupp Heynckes ihren derzeitigen Elf-Punkte-Vorsprung auf den BVB zumindest halten möchte. „Der Vorsprung ist da, das wollen wir so lange wie möglich aufrecht erhalten“, meinte Müller, schließlich wollen alle im Verein, „dass es dann im Mai heißt: Bayern München Deutscher Meister.“ Er glaubt: „Ich habe ein gutes Gefühl, dass wir Dortmund schlagen können.“

Auch Heynckes freut sich auf das Duell zwischen den beiden „Ausnahmemannschaften der Liga, die auf sehr hohem Niveau Fußball spielen“, wie er am Freitag vor dem Abschlusstraining seines Teams mitteilte. Seine Spieler seien sehr „motiviert und fokussiert“ vor dem Duell mit dem letztjährigen Double-Gewinner. „Meine Mannschaft weiß, dass wir eine überdurchschnittliche Leistung bringen müssen. Auf der anderen Seite steht ein Gegner, der über eine große Klasse verfügt“, lobte Heynckes den BVB.

Der 67 Jahre alte Fußballlehrer erwartet eine „sehr intensive Partie“, in der „kleine Details entscheidend sein werden“. Angesichts von elf Punkten Vorsprung sprach Heynckes von einer „privilegierten Tabellensituation“ seines Teams, machte aber zugleich klar, dass seine Elf mit voller Konzentration an diese Aufgabe herangehen wird: „Wir haben es immer wieder verstanden, auf den Punkt da zu sein. Ich gehe davon aus, dass das am Samstag nicht anders ist.“

Schweinsteiger kehrt zurück

Ziel sei es, den „Abstand nicht nur zu bewahren, sondern auch auszubauen“, erklärte Heynckes, der personell fast aus dem Vollen schöpfen kann. Einzig Luiz Gustavo und Arjen Robben stehen ihm gegen die Westfalen nicht zur Verfügung, dafür wird der zuletzt in Freiburg geschonte Bastian Schweinsteiger „selbstverständlich“ wieder in den Kader zurückkehren. „Er ist ein ganz wichtiger Baustein in meinem System“, hob Heynckes die Bedeutung seines zentralen Mittelfeldspielers hervor.

„In einem Spitzenspiel aber will man natürlich seine besten Spieler auf dem Feld haben. Und bei uns zählt Bastian definitiv zu den wichtigen Spielern“, ergänzte Philipp Lahm. Auch der Bayern-Kapitän verglich die Partie mit einem „großen Champions-League-Spiel“ und erwartet daher ein Duell auf Augenhöhe. „Die Dortmunder kommen sicherlich nicht nach München, um die drei Punkte einfach herzuschenken.“

'Die Lunge aus dem Leib laufen'

„Dortmund hat dieses Jahr vor allem international gezeigt, dass sie auf extrem hohen Niveau bestehen und sogar gewinnen können“, zollte Müller dem BVB großen Respekt vor den gezeigten Leistungen in der Königsklasse, wo die Borussia bereits vor dem letzten Spieltag als Gruppensieger vor Real Madrid, Ajax Amsterdam und Manchester City feststeht. Aber Müller stellte auch klar: „Wenn man sich unsere Bilanz aus der Vorrunde anschaut, dann wissen wir, was wir können.“

Das weiß man auch beim BVB, der ohne den verletzten Kapitän Sebastian Kehl nach München reist: „Bayern München ist der schwerste Gegner, den man in der Bundesliga haben kann“, sagte Trainer Jürgen Klopp, der den frischgebackenen Herbstmeister als „absolute europäische Spitzenmannschaft“ bezeichnete. Nach zuletzt vier Niederlagen in der Liga gegen die Schwarz-Gelben sieht Thomas Müller jedenfalls die Zeit gekommen, „das mal wieder umzudrehen“. Müller stellte klar: „Die Motivation ist sehr hoch, man brennt auf das Spiel. Dafür werden wir uns die Lunge aus dem Leib laufen.“

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