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Hoeneß, Hopfner, Schels

Kandidaten für FCB-Präsidiumswahl vorgestellt

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. Das trifft auch auf die Jahreshauptversammlung des FC Bayern zu, die am Donnerstag nächster Woche ab 19.00 Uhr im AUDI Dome stattfinden wird. Neben den jährlichen Berichten des Vereinspräsidiums und AG-Vorstandes stehen in diesem Jahr auch die turnusmäßigen Neuwahlen des Präsidiums des FC Bayern München eV auf dem Programm. Aus diesem Grund fand am Donnerstag an der Säbener Straße eine Pressekonferenz statt, bei der Vereinspräsident Uli Hoeneß diverse Veränderungen in der Führungsriege des FC Bayern München eV ankündigte.

So werden die beiden bisherigen Vizepräsidenten Dr. Fritz Scherer und Bernd Rauch auf der Versammlung nicht wieder kandidieren. „Schon vor einigen Monaten haben mir Fritz Scherer und Bernd Rauch mitgeteilt, dass sie für die Neuwahlen nicht zur Verfügung stehen“, teilte Hoeneß mit. Er habe diese Entscheidung „mit Bedauern zur Kenntnis genommen und akzeptiert“ und daraufhin versucht, die bevorstehenden Abgänge „adäquat zu ersetzen“.

Als erster Vizepräsident und somit Nachfolger von Dr. Scherer wird Karl Hopfner, der zum Jahresende als stellvertretender Vorstandsvorsitzender der FC Bayern München AG ausscheiden wird (fcbayern.de berichtete), an der Seite Hoeneß‘ kandidieren. „Ich nehme das gerne an, wenn ich gewählt werde“, meinte Hopfner, der nach 30-jähriger hauptamtlicher Tätigkeit beim Rekordmeister ins Ehrenamt wechselt. Als erster Vizepräsident würde der 60-Jährige dann auch dem Aufsichtsrat der FC Bayern München AG angehören.

Ursprünglich hatte Hoeneß seinen langjährigen Vorstandskollegen gebeten, „noch länger in der Position des Vorstands zu bleiben“, wie Hopfner erklärte. Er habe lange mit sich selbst gerungen, letztendlich aber schon vor zwei Jahren entschieden, dass „zum Ende dieses Kalenderjahres wirklich Schluss ist“. Daraufhin habe Hoeneß ihn gebeten, „dass ich erster Vizepräsident werden soll, um die Erfahrung, die ich in den letzten 30 Jahren angesammelt habe, weiterzugeben.“

Schels: Leidenschaft kaum zu steigern

Für das Amt des zweiten Vizepräsidenten tritt der selbständige Unternehmer Rudolf Schels zur Wahl an. Der 63 Jahre alte Regensburger ist „seit vielen Jahren ein Freund des FC Bayern“ (Hoeneß) und als Vereinsmitglied sowie Mitglied des Verwaltungsbeirates eng mit dem Rekordmeister verbunden. „Es ist eine riesige Ehre, dem Verein dienen zu können“, sagte Schels und gestand, dass seine „Leidenschaft für den FC Bayern seit Jahrzehnten kaum zu steigern ist“.

Das Trio Hoeneß, Hopfner, Schels sei bei der letzten Sitzung des Verwaltungsbeirates am 11. September „einstimmig bestimmt worden, zur Wahl anzutreten“, erklärte Hoeneß. „Ich denke, dass dieses Präsidium den Anforderungen an die Zukunft des Vereins gerecht wird“, sagte Hoeneß, der erstmals seit der Amtsübernahme von Franz Beckenbauer im Jahr 2009 zur Wiederwahl antritt.

Dank für die geleistete Arbeit

Der ehemalige Bayern-Manager bedankte sich bei seinen beiden scheidenden Stellvertretern „sehr herzlich und extrem für die geleistete Arbeit und die unglaublich angenehme Zusammenarbeit“ in den letzten Jahrzehnten. „Wir haben zusammen viele Schlachten geschlagen, viele tolle Siege gefeiert aber auch Niederlagen verkraftet. Wir haben gemeinsam mitgeholfen, dass der FC Bayern heute wie eine Eins dasteht. Man kann auf etwas zurückblicken, auf das man extrem stolz ist“, so Hoeneß weiter.

Mit dem Rückzug Scherers endet beim deutschen Rekordmeister eine Ära. Der 72-Jährige ist seit 1979 für den FC Bayern tätig, zunächst als Schatzmeister, von 1985 bis 1994 sogar als Vereinspräsident. Seit 1994 ist er 1. Vizepräsident des FCB. „Es ist jetzt an der Zeit, dass man nach 33 Jahren die Tätigkeiten an vorderster Front aufgibt“, so Scherer, der dem Verein aber „weiterhin verbunden“ bleiben wird. „Das war ein Teil meines Lebens, den ich niemals missen möchte.“

Auch Bernd Rauch hat viele Jahre im Präsidium des FC Bayern mitgewirkt. Seit 1979 ist der 69 Jahre alte Diplom-Ingenieur im Verein, seit 2002 Vizepräsident. „Es war ein Glücksfall, dem FC Bayern zu dienen“, meinte Rauch, der maßgeblich an der Errichtung der Allianz Arena mitwirkte sowie am Umbau des heutigen AUDI Domes. „Man braucht im Leben eine Welle, beim FC Bayern habe ich sie erreicht, es hat unglaublich Spaß gemacht“, blickte Rauch, der sich beim eV für alle Amateur-Abteilungen, die nicht in die FC Bayern München AG ausgegliedert wurden, verantwortlich zeichnete, auf seine Zeit beim Rekordmeister zurück.

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