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Erster CL-Dreierpack

Pizarro hat 'das Toreschießen nicht verlernt'

Zwei Spiele, fünf Tore, zwei Vorlagen - Claudio Pizarro kann hoch zufrieden auf die vergangenen sieben Tage zurückblicken. Nach seinem Doppelpack im DFB-Pokalspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern am vergangenen Mittwoch legte der peruanische Nationalspieler im Champions-League-Gruppenspiel gegen den LOSC Lille nach und erzielte weitere drei Treffer - allesamt in der ersten Halbzeit. Für Pizarro waren es die CL-Tore 18, 19 und 20 und zugleich sein erster Dreierpack in der Königsklasse.

„Drei Tore in einer Halbzeit habe ich lange nicht mehr geschafft. Darüber freue ich mich sehr“, sagte der 34 Jahre alte Stürmerfuchs, der an diesem Abend zwei wichtige Meilensteine in der Europapokal-Geschichte des deutschen Rekordmeisters gesetzt hat: Sein Tor zum 2:0 war der 500. Treffer des FCB im internationalen Wettbewerb, das 5:0 war das 300. Heimtor in einem Europapokalspiel.

„Drei Tore in der ersten Halbzeit, das ist schon ungewöhnlich“, lobte Trainer Jupp Heynckes den Angreifer und attestierte diesem „ein Klassespiel“. Nach leichten verletzungsbedingten Anlaufschwierigkeiten nach seiner Rückkehr zum FCB in der Sommerpause habe er zwar „physisch einiges aufarbeiten müssen“, so Heynckes, doch nun sei der Routinier „körperlich gut drauf“.

Dass Pizarro gegen Lille von Beginn an zum Einsatz kam, hatte er vor allem dem krankheitsbedingten Ausfall von Mario Mandzukic zu verdanken. Der Kroate, mit zehn Pflichtspieltreffern bislang erfolgreichster Torschütze des FCB in dieser Saison, musste wegen eines grippalen Infekts passen. So kam Pizarro gegen den französischen Klub zu seinem zweiten Einsatz über 90 Minuten innerhalb von sieben Tagen.

Drei Schüsse, drei Tore

Und wie schon gegen Kaiserslautern, wo er mit zwei Toren und zwei Vorlagen für Arjen Robben eine glänzende Partie zeigte, stellte er auch gegen Lille seine ganze Klasse unter Beweis. Nach feinem Doppelpass mit Franck Ribéry auf engstem Raum vollstreckte er mit rechts von der Strafraumgrenze zum 2:0. Kurz darauf verlängerte er eine Flanke von Philipp Lahm zum 4:0 in die Maschen, ehe er eine weitere Lahm-Flanke per Kopf aus fünf Metern über die Linie drückte.

„Er hat uns gezeigt, dass er das Toreschießen nicht verlernt hat“, freute sich Heynckes, einst selbst ein Torjäger von Weltklasseformat, für den Peruaner. Drei Torschüsse gab er im ganzen Spiel ab, alle drei landeten im gegnerischen Tor - eine beeindruckende Effektivität des mit 160 Toren erfolgreichsten ausländischen Angreifers in der 50-jährigen Bundesliga-Geschichte.

Der Pizza-Service liefert wieder

Und während Stadionsprecher Stephan Lehmann „der Pizza-Service liefert wieder“ ins Mikrofon sprach, feierte Pizarro nach seinem ersten Tor ausgelassen mit seinen beiden brasilianischen Mitspielern Dante und Rafinha. „Wir haben mit Rafinha besprochen: wenn ich treffe, dann machen wir einen brasilianischen Tanz“, klärte Pizarro nach dem Spiel auf. „Dann haben wir es versucht. Es war gut.“

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