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Nach gelungenem Comeback

Selbstbewusster Gomez will 'nichts überstürzen'

Die kleine Lea war überglücklich. Soeben hatte das Ballmädchen des FC Falke Markt Schwaben sich eine ganz besondere Trophäe gesichert: Den Spielball aus dem Freundschaftsspiel des FC Bayern beim Sechstligisten aus dem Landkreis München. Wenige Sekunden zuvor hatte Mario Gomez das Spielgerät per Handelfmeter im Markt Schwabener Tor versenkt und das zwischenzeitliche 3:0 erzielt. Dabei hatte er den Ball so hart gegen das hintere Torgestänge geschossen, dass die Luft entwich und der Ball so unbrauchbar wurde.

Ähnlich groß wie die Freude bei der kleinen Lea dürfte auch die bei Torschütze Gomez gewesen sein. Nach 101-tägiger Verletzungspause feierte der Angreifer gegen den Landesligisten sein gelungenes Comeback, bei dem er weitere drei Treffer erzielte und über 90 Minuten beschwerdefrei durchspielte. „Der Auftritt von Mario war prima“, lobte Trainer Jupp Heynckes seinen Angreifer. Auch Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge freute sich für Gomez: „Er hat sehr hart an seinem Comeback gearbeitet.“

Zwei links, zwei rechts - Gomez warf seine Torproduktion nach drei Monaten Pause beim ersten kleinen Probelauf gleich wieder an. Und auch wenn die Partie für die Rumpftruppe des Rekordmeisters „nicht so fordernd war“, wie Gomez am Tag nach dem Spiel erklärte, so zeigte er sich doch überglücklich darüber, „nach meiner ersten Operation überhaupt“ endlich wieder mit den Kollegen zusammenzuspielen. „Ich genieße es, wieder bei der Mannschaft zu sein.“

Wann der 27 Jahre alte TORero auch wieder in Pflichtspielen für den FC Bayern auf Torejagd gehen wird, konnte er noch nicht vorhersagen. „Dass ich nicht bei hundert Prozent bin, ist klar“, räumte er nach der langen Pause ein. Überstürzen jedoch will er nichts. „Stück für Stück“ wolle er sich weiter an die Rückkehr in den Spielbetrieb ranarbeiten. „Wenn ich mich soweit fühle und der Trainer das sieht, dass es so ist, wird er mich bringen“, sagte Gomez.

Voller Kraft und Tatendrang

Ein voreiliger Einsatz mache „keinen Sinn. Es bringt nichts, mit 75 oder 80 Prozent zu spielen“, schließlich wolle er „der Mannschaft auch helfen können“. Bis es soweit ist, muss auch Heynckes nichts überstürzen, hat er doch derzeit den treffsichersten Angriff der Liga zur Verfügung. 32 Tore erzielte der FCB in den ersten elf Spielen, mit acht Treffern führt Mario Mandzukic die Torjägerliste an. Und Claudio Pizarro stellte unlängst mit seinem Dreierpack in der Champions League gegen Lille unter Beweis, dass er „das Torschießen nicht verlernt hat“, so Heynckes.

Starke Konkurrenz also für Gomez, der nach dem intensiven Aufbautraining aber vor Kraft und Tatendrang strotzt: „Ich habe immer meine Leistung abgerufen und wichtige Tore gemacht. Und das werde ich auch wieder tun, wenn ich bei hundert Prozent bin“, zeigte sich der Bundesliga-Torschützenkönig von 2011 selbstbewusst. „Ich konkurriere mit sehr, sehr guten Stürmern seit acht Jahren und habe mich immer durchgesetzt. Ich werde mich auch diesmal durchsetzen.“


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