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Weihnachten kann kommen!

FCB schafft sich 'großartige Voraussetzungen'

Sie strahlten, sie hüpften, sie sangen. „Super-Bayern, Super-Bayern, hey, hey!“ Souveräner Bundesliga-Tabellenführer, Champions-League-Achtelfinalist und seit Dienstagabend DFB-Pokal-Viertelfinalist - all das feierten die Bayern-Stars nach dem 2:0 (1:0)-Auswärtssieg beim FC Augsburg lautstark mit den zahlreich mitgereisten Fans. „Wir sind sehr zufrieden. Wir überwintern in allen drei Wettbewerben, wir haben uns vor allem in der Bundesliga die Pole Position erarbeitet“, resümierte Karl-Heinz Rummenigge nach dem 54. und letzten FCB-Pflichtspiel im Jahr 2012, „die Mannschaft kann zufrieden Weihnachten feiern.“

In der Tat: Der deutsche Rekordmeister hat die erste Hälfte der Saison 2012/13 mit Bravour gemeistert. Nur zwei von 27 Pflichtspielen gingen verloren. „Wir haben uns großartige Voraussetzungen geschaffen“, weiß Rummenigge. Nicht mehr, und nicht weniger. Man habe aus der letzten Saison gelernt, „dass wir kein Halleluja machen“. Auch Sport-Vorstand Matthias Sammer merkte an: „Wir sind überall gut dabei, aber ‚dabei‘ stand noch nie auf der Autogrammkarte.“

Wie dicht die Leistungsdichte im deutschen Fußball ist, bewies der Dienstagabend: Der FC Augsburg, Tabellen-17. der Bundesliga, verlangte dem technisch überlegenen FC Bayern im Pokal-Achtelfinale vor allem kämpferisch alles ab. „Wir mussten hart für den Sieg arbeiten“, analysierte Cheftrainer Jupp Heynckes. Mario Gomez (26.) hatte die Münchner in der Augsburger SGL arena in Führung geschossen, Xherdan Shaqiri (85.) in einer turbulenten zweiten Halbzeit für die Entscheidung gesorgt.

Man habe vor allem in der ersten Halbzeit nicht so gut gespielt, bemängelte Heynckes: „Da hatten wir kein gutes Umschaltspiel und waren läuferisch nicht so präsent wie gewohnt.“ Allerdings sei es nach „solch einer langen Saison“ erfahrungsgemäß im letzten Spiel „immer schwer, 100 Prozent abzurufen“, so der Trainer. Manuel Neuer musste das eine oder andere Mal sein Ausnahmekönnen beweisen. Nach der Pause stand der FCB defensiv dann deutlich besser. „Und vorne haben wir unsere Klasse ausgespielt“, sagte Heynckes.

Rote Karte und ein nicht gegebenes Tor

Auch Sammer beobachtete: „Am Anfang hatten wir etwas Schwierigkeiten. Gerade nach der Roten Karte aber standen wir sehr kompakt.“ Es war die 47. Minute, als Franck Ribéry von Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer nach einem Gerangel mit dem Augsburger Ja-Cheol Koo vom Platz gestellt wurde. „Ich finde, es war keine Rote Karte für Franck Ribéry - oder ein bisschen für beide“, erklärte Sammer. Bayerns Franzose sei zuvor permanent provoziert worden, so der Sport-Vorstand.

Ärgerlich für die Bayern: Referee Kinhöfer hatte kurz vor dem Pausenpfiff zudem einem Treffer von Anatoliy Tymoshchuk die Anerkennung verweigert. „Das war das Problem. Denn wenn es in der Halbzeit 2:0 steht, wäre es ein ganz entspanntes Spiel gewesen“, sagte Rummenigge, „das war ein korrektes Tor.“ Gegeben wurde es aber nicht und so blieb die Partie lange spannend. Erstmals in dieser Saison hatte ein Gegner des FCB am Ende sogar mehr Ballbesitz (51 Prozent). Für Gefahr sorgten die Augsburger aber kaum, der Viertelfinal-Einzug des FC Bayern war nach Shaqiris Treffer endgültig unter Dach und Fach.

'Mit Titel belohnen'

Nach der Partie ging es mit dem Mannschaftsbus zurück an die Säbener Straße, anschließend in den wohlverdienten Weihnachtsurlaub. Am 2. Januar startet dann in Katar die Vorbereitung auf die Rückrunde. „Es ist wichtig, dass die Mannschaft in den nächsten zwei Wochen regeneriert“, sagte Rummenigge. Toni Kroos dachte bereits an das neue Jahr: „Wichtig ist, dass wir weitermachen. Wir müssen uns endlich wieder mit Titeln belohnen!“

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