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'Eine prima Grundlage'

FCB zur Bundesliga-Halbzeit 'sehr zufrieden'

Als es weihnachtlich wurde in der Allianz Arena, bunte Laserstrahlen festliche Motive auf den Rasen der abgedunkelten Allianz Arena malten, die Fans beschwingt den Stern des Südens mitsangen und sich die Mannschaft mit einem Spruchband für die Unterstützung in den letzten Monaten bedankte, da war jenes „ärgerliche“ (Boateng) 1:1 gegen Borussia Mönchengladbach zum Hinrundenabschluss schon fast wieder vergessen. „Die Welt geht nicht unter“, ließ sich Karl-Heinz Rummenigge die Festtagsstimmung nicht verderben. Warum auch? Der deutsche Rekordmeister kann auf eine herausragende Hinrunde zurückblicken.

Mit 42 Punkten dominiert der FC Bayern zur Saison-Halbzeit die Liga und überwintert mit mindestens neun Punkten Vorsprung auf Platz eins. 13 Siege und nur eine Niederlage (3 Remis) stehen nach 17 Spielen zu Buche. Mit lediglich sieben Gegentreffern (Heynckes: „eine überragende Quote“) stellte der FCB den Bundesliga-Hinrundenrekord ein, mit einer Tordifferenz von +37 eine neue Bestmarke auf. „Wir haben tolle Voraussetzungen geschaffen, Deutscher Meister zu werden“, zog Rummenigge eine hochzufriedene Bilanz.

Von einer „prima Grundlage für die Rückrunde“ sprach Uli Hoeneß. „Wir können total gelassen und sehr, sehr zufrieden in die Winterpause gehen“, meinte der FCB-Präsident. Sein Wunsch fürs neue Jahr? „Dass es so bleibt, wie’s ist. Ich glaube, wenn wir so konsequent arbeiten, wie das jetzt der Fall war, dann werden wir unsere Ziele erreichen.“

Jupp Heynckes freute sich über „tollen Fußball“, den seine Mannschaft „über weite Strecken“ der Hinrunde gezeigt habe - auch im letzten Hinrundenspiel gegen Mönchengladbach. „Wir haben über 90 Minuten das Spiel diktiert, vor allem in der zweiten Halbzeit ein überragendes Spiel gezeigt“, machte der FCB-Chefcoach seiner Mannschaft „überhaupt keinen Vorwurf“, dass die Punkteausbeute am Ende zu gering war.

ter Stegen verhindert Sieg

Trotz 65 Prozent Ballbesitz, 26 Torschüsse, 33 Flanken und 14 Ecken hieß es am Ende nur 1:1. Die Führung der Borussia durch einen verwandelten Handelfmeter von Thorben Marx (21. Minute) glich Xherdan Shaqiri in der zweiten Halbzeit (59.) aus. Den möglichen 14. Saisonsieg verhinderte Borussia-Torwart Marc-André ter Stegen, der die mit Abstand meisten Ballkontakte seiner Mannschaft hatte (81) und damit eine Bestmarke für Torhüter in dieser Hinrunde aufstellte. „Wieder einmal hat ein Torwart hier überragend gehalten“, stellte Hoeneß fest.

Den verpassten Sieg können die Bayern aufgrund ihres komfortablen Punktepolsters verkraften. Im neuen Jahr wollen sie aber mit aller Kraft verhindern, dass sie, wie in der letzten Saison, nach einer souveränen Herbstmeisterschaft in der zweiten Saisonhälfte noch abgefangen werden. Toni Kroos ist überzeugt, „dass wir nicht nachlassen werden. Man hat in der Hinrunde gemerkt hat, dass wir jedes Spiel unbedingt gewinnen wollen. Selbst wenn man mal einen Tag hat, an dem man nicht brillant spielt, hauen sich alle rein. Das ist vielleicht ein kleiner Unterschied zur letzten Saison.“

'Die richtigen Lehren gezogen'

„Wir haben aus den Erfahrungen des letzten Jahres die richtigen Lehren gezogen“, meinte Rummenigge. Für den FCB-Vorstandschef konnte die in allen Belangen überzeugende Bundesliga-Hinrunde sogar die Narbe des im Mai verlorenen Champions-League-Finals „ein Stück schließen“. Doch die zweite Saisonhälfte werde „kein Selbstläufer“, warnte er. „Wir müssen vom ersten Tag der Rückrunde an konzentriert, motiviert und engagiert spielen, um unser Ziel, Deutscher Meister zu werden, realisieren zu können.“

Bevor es nun in die wohlverdiente Winterpause geht, wird die Mannschaft noch einmal im DFB-Pokal gefordert. Am Dienstag will sie beim FC Augsburg ins Viertelfinale einziehen. Eine große Herbstmeister-Party ist schon allein deswegen nicht geplant, auch wenn am Samstagabend die Weihnachtsfeier auf dem Programm steht. „Wir haben viel geleistet in diesem halben Jahr“, freut sich Shaqiri schon auf einen „gemütlichen“ Abend. „Höchstens ein Gläschen“, werde er sich erlauben, meinte er, „mehr nicht!“ Denn: Die große Feier soll erst im Mai steigen.

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