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'Nie wieder!'

Bundesliga gedenkt der Opfer des Naziregimes

Am 27. Januar 1945 wurden die Häftlinge des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau befreit. Der heutige 19. Bundesliga-Spieltag steht daher ganz im Gedenken an die Opfer des Naziregimes. Der deutsche Fußball verneigt sich in Anteilnahme und Verbundenheit vor allen, die aufgrund ihres Glaubens, ihrer Herkunft und ihrer Überzeugung vom nationalsozialistischen Terrorregime ermordet wurden. Unter ihnen waren viele aus der Fußballfamilie.

Ab April 1933 wurden die Vereine, ganz im Einklang mit den rassistischen und politischen Vorstellungen der Naziführung, aufgefordert, ihre jüdischen und kommunistischen Spieler, Funktionäre und Mitglieder auszuschließen. Wenige, zu Wenige sagten damals Nein.

Für die ausgegrenzten Mitglieder ging es um Leben und Tod. Wer nicht emigrieren konnte, wie zum Beispiel Kurt Landauer, der damalige Präsident des FC Bayern, den trafen Ausgrenzung, Unterdrückung und die Vernichtung durch die Nationalsozialisten mit unvorstellbarer Brutalität. Bis heute ist es erschreckend, was Menschen anderen Menschen antun können. Das Geschehene sprengte den Rahmen des bis dahin Vorstellbaren. Nur Wenige überlebten in den Gefängnissen, Arbeits- und Konzentrationslagern. Sie waren lebenslang gezeichnet, ihre Familienangehörigen ebenfalls.

Fußball führt zusammen

Die Überlebenden des Konzentrationslagers Dachau haben nach ihrer Befreiung ihr gesellschaftliches und politisches Handeln in zwei Worte gefasst: Nie wieder! Diese Botschaft und Aufforderung gilt heute allen auf den Tribünen, dem Spielfeld und den Ersatzbänken.

Aus der Geschichte lernen, heißt: Im Stadion und im Alltag entschieden gegen Antisemitismus, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit Widerstand zu leisten. Die erschreckenden und empörenden Übergriffe der Neonazis in den vergangenen Jahren zeigen, wie notwendig und geboten das auch heute, mehr als 67 Jahre nach dem Ende des Naziregimes, noch ist.

Die Liebe und Leidenschaft für den Fußball bringt Menschen unterschiedlicher Herkunft, Kultur und Religion zusammen. Fußball führt zusammen. Er trennt nicht. Die Bundesliga unterstützt daher die Initiative Nie wieder! - Erinnerungstag im deutschen Fußball, die sich gegen das Trennende und Ausgrenzende richtet. Mit dem Erinnerungstag setzt der deutsche Fußball zusammen mit allen seinen Fans daher ein starkes Zeichen für die Unantastbarkeit der Würde eines jeden Menschen.

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