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92. Südderby

FCB erwartet in Stuttgart 'keinen Spaziergang'

Der erste Schritt ist getan, jetzt gilt es nachzulegen. Nach dem Auftaktsieg gegen Fürth (2:0) will der FC Bayern auch das zweite Spiel nach der Winterpause für sich entscheiden. Doch die Aufgabe dürfte deutlich unangenehmer werden als die Partie gegen den Tabellenletzten vor einer Woche: Am Sonntag (17:30 Uhr, live im Ticker und im FCB.tv-Webradio) steht das 92. Südderby beim VfB Stuttgart auf dem Programm.

„Das wird kein Spaziergang“, betonte Cheftrainer Jupp Heynckes, „das ist ein Klassiker, ein Südderby vor ausverkauftem Haus, eine Partie, die immer emotional aufgeladen ist. Wir werden uns steigern müssen. Darauf habe ich meine Truppe in den letzten Tagen hingewiesen.“

Auch Matthias Sammer erwartet mehr Gegenwehr als beim Rückrundenstart gegen Fürth. „Wir müssen uns darauf einstellen, dass wir in Stuttgart nichts geschenkt bekommen“, sagte der FCB-Sportvorstand kurz vor der Abreise nach Stuttgart bei FCB News. „Wir müssen gewappnet und gewarnt sein.“ Denn der Tabellenzehnte, der in der Hinrunde sowohl gegen Leverkusen als auch gegen Dortmund unentschieden gespielt hat, ist nicht zu unterschätzen.

Daran ändert auch die 0:2-Niederlage des VfB vor einer Woche in Wolfsburg nichts, wie Heynckes anmerkte: „Sie waren keinen Deut schlechter als Wolfsburg. Und Ibisevic, der Goalgetter, war nicht dabei.“ Das wird am Sonntag anders sein. Dann ist Vedad Ibisevic, der bislang in dieser Saison an 57 Prozent aller VfB-Tore beteiligt war (Liga-Topwert!), nach seiner Gelb-Sperre wieder spielberechtigt.

„Die Stuttgarter haben ein paar Spieler in ihren Reihen, die unangenehm sind“, weiß Bastian Schweinsteiger. Der FCB-Vizekapitän erwartet keine einfache Aufgabe. „Wir gehen mit Respekt zu Werke, aber wir wissen, was wir können“, betonte er und forderte, von der ersten Minute an dominant und zielstrebig aufzutreten: „Man muss spüren, dass wir unbedingt gewinnen wollen.“

Keine Rotation?

Heynckes ist zuversichtlich, dass dies auch gelingen wird. Denn dank des Sonntagsspiels hatte er mehr Zeit als üblich, um seine Mannschaft auf die Partie vorzubereiten. Und diese Zeit habe man genutzt, berichtete der Chefcoach. Torabschluss, Passspiel, Defensivverhalten, Zweikämpfe, Standards - „wir haben die ganze Palette trainiert“, erzählte Heynckes, der „sehr zufrieden“ mit der Trainingsleistung ist.

Auch personell hat Heynckes keine Sorgen. Bis auf den am Kreuzband operierten Holger Badstuber stehen ihm alle Akteure zur Verfügung, auch der am linken Handgelenk angeschlagene Ersatzkeeper Tom Starke. Möglich, dass Heynckes erst zum zweiten Mal in dieser Saison die gleiche Elf wie im letzten Spiel auf den Rasen schickt. „Im Moment ändert man ganz wenig. Die Mannschaft muss sich einspielen und wir müssen Erfolg haben“, sagte er.

VfB mit zwei Neuzugängen

VfB-Trainer Bruno Labbadia muss auf Arthur Boka (Afrika-Cup), Gotoku Sakai (Rot-Sperre) und Cacau (Kreuzbandriss) verzichten. Dafür kann er auf die beiden unter der Woche vorgestellten Neuzugänge Felipe Lopes (Innenverteidiger) und Federico Macheda (Stürmer) zurückgreifen. Ob sie gleich in der Startaufstellung stehen, bleibt abzuwarten. Heynckes jedenfalls überlässt nichts dem Zufall und bereitet seine Spieler auch auf die Neuzugänge per Video vor.

Unterstützung bei der „Mammutaufgabe“ gegen den FC Bayern erwartet Labbadia auch vom zwölften Mann. Mit 60.449 Zuschauern wird die Mercedes-Benz-Arena in Stuttgart erstmals in dieser Saison ausverkauft sein. „Ich hoffe, dass uns die Zuschauer ordentlich nach vorne peitschen werden“, sagte der VfB-Trainer. Und: „Wir dürfen keine Angst haben.“ Kein Zweifel: Der VfB will dem FCB im 92. Südderby alles abverlangen.

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