präsentiert von
Menü
2:0 gibt Rückenwind

FCB freut sich über 'ordentlichen Sieg'

Neues Jahr, altes Bild: Zum Start ins Fußballjahr 2013 hat der FC Bayern seine Erfolgsserie fortgesetzt und seine Spitzenposition in der Liga unterstrichen. Durch den 2:0 (1:0)-Pflichtsieg gegen den Tabellenletzten SpVgg Greuther Fürth feierte der deutsche Rekordmeister einen gelungenen Auftakt in die zweite Saisonhälfte und ist seit nunmehr neun Bundesligaspielen unbesiegt.

„Wir sind zufrieden, dass wir gewonnen und wieder zu null gespielt haben“, sagte Bayern-Trainer Jupp Heynckes nach dem Schlusspfiff in der einmal mehr ausverkauften Münchner Allianz Arena. Allerdings räumte der 67 Jahre alte Fußballlehrer nach dem ersten Pflichtspiel nach der Winterpause auch ein: „Es war nicht so brillant, wie wir normalerweise spielen. Es war alles ein bisschen zäh und nicht so flüssig, wie wir es gewohnt sind.“

Drei Tage nach der Bekanntgabe von der Verpflichtung Pep Guardiolas zur kommenden Saison schafften die FCB-Profis mit dem „Pflichtsieg“ (Kapitän Philipp Lahm) somit eine gelungene Rückkehr zur Normalität, zu der nach dem Spiel auch alle Beteiligten noch einmal eindringlich aufriefen. „Die Trainerfrage ist jetzt geklärt, damit können wir jetzt mal den Deckel drauf machen und uns jetzt wieder auf die wesentlichen Sachen konzentrieren“, meinte Thomas Müller.

Nach 31 Tagen Pause klappte auf Seiten des FCB noch nicht alles wie gewünscht, die Automatismen müssen sich erst wieder bilden. Hinzu kam ein stark defensiv ausgerichteter Gegner aus Franken, der „die drei Punkte nicht auf dem Zettel“ hatte, wie Fürths Lasse Sobiech hinterher erklärte. „Sie haben die Räume geschickt eng gemacht. Es ist nicht einfach, wenn so viele Männer vor dem eigenen Tor verteidigen“, meinte Bastian Schweinsteiger.

Knapp 77 Prozent Ballbesitz, 22:5 Torschüsse und 17:0 Ecken zeugen von der Dominanz der Gastgeber, der vor allem in der ersten Halbzeit zu statisch agierte und vor allem im letzten Drittel die nötige Präzision und Durchschlagskraft vermissen ließ. Und wenn es doch mal schnell und direkt lief, wurde es sogleich gefährlich. So wie in der 24. Minute, als Mario Mandzukic einen feinen Spielzug über Javi Martínez und Thomas Müller mit dem Führungstreffer abschloss.

„Wir haben uns nicht so gut bewegt, wir haben wenige Räume gehabt, aber wir haben in der ersten Halbzeit - trotzdem wir nicht gut gespielt haben - drei sehr gute Chancen gehabt. Da hätten wir mehr Kapital draus schlagen müssen“, bemängelte Heynckes später die Chancenauswertung. Nach dem Seitenwechsel wurde das Spiel des FCB „viel besser“, wie Franck Ribéry analysierte, nach einer Ecke sorgte Mandzukic (61.) mit seinem zweiten Treffer für den Endstand.

Sieg gibt Rückenwind

„Wenn man zwei Bollwerke vor der Abwehr aufbaut, wird es zunehmend schwierig, in den Rhythmus zu kommen“, zeigte auch Vereinspräsident Uli Hoeneß Verständnis für die vorangegangenen 90 Minuten. Das erste Spiel nach der Winterpause sei „immer so bisschen ein Gradmesser“, erklärte Hoeneß. „Das 2:0 wird uns ein bisschen Rückenwind geben. Man kann zufrieden sein, obwohl es kein großes Spiel war.“

Hauptsache gewonnen, so lautete beim Verlassen der Allianz Arena der Grundtenor im Lager des FCB nach dem gelungenen Rückrundenstart. „Das wichtigste, was wir heute mitgenommen haben, waren die drei Punkte“, meinte Torhüter Manuel Neuer, der zum 12. Mal in der laufenden Saison ohne Gegentreffer blieb. Und Müller ergänzte: „Es war keine Galavorstellung, aber ein ordentlicher Sieg. Wir haben 2:0 gewonnen und nächste Woche ist wieder ein Spiel.“

Weitere Inhalte