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FCB auf Kurs

'So kann es weitergehen'

Die Konkurrenz patzt, der FC Bayern gewinnt. So hat man das gern. Und so freute sich Karl-Heinz Rummenigge nach dem 2:0 (0:0)-Sieg beim VfB Stuttgart am Sonntagabend über ein „schönes Wochenende“. Der Vorsprung auf Verfolger Leverkusen wuchs auf elf Punkte an, Dortmund liegt zwölf Zähler zurück. „Das ist wunderbar. So kann es weitergehen“, sagte der Vorstandschef des deutschen Rekordmeisters.

Auch Trainer Jupp Heynckes war „sehr zufrieden“. Denn selbst wenn die spielerische Leichtigkeit im zweiten Spiel nach der Winterpause noch fehlte, stimmen die Ergebnisse. Und in Stuttgart stellten die Verantwortlichen fußballerisch „eine Steigerung“ (Matthias Sammer) fest. „Wir haben heute wesentlich besser gespielt als gegen Fürth“, sagte Heynckes.

Besonders defensiv überzeugten die Bayern. Abgesehen von einem Pfosten-Kopfball von Martin Harnik (34. Minute) ließ die Abwehr so gut wie nichts zu - die Grundlage für den Sieg und die Tabellenführung. Nur sieben Gegentore nach 19 Spielen gab es in 50 Jahren Bundesliga noch nie. „Wir verteidigen schon gut in diesem Jahr. Deswegen stehen wir auch da oben“, meinte Thomas Müller.

Offensiv schalteten die Bayern nach der Pause einen Gang hoch. „In der ersten Halbzeit hat vorne etwas Esprit, Durchsetzungsvermögen, Zielstrebigkeit gefehlt. Das habe ich in der Halbzeitpause reklamiert“, berichtete Heynckes. Die Mannschaft ließ den Worten ihres Trainers Taten folgen. Das 1:0, das die Mannschaft durch konsequentes Pressing mit erzwungen hat, sei fast zwangsläufig gefallen, analysierte Heynckes. Mario Mandzukic (50.) nutzte einen zu kurz geratenen Rückpass von Cristian Molinaro zur Führung - der „Dosenöffner“, meinte Sammer.

„Wir haben Geduld bewiesen und einen individuellen Fehler von Stuttgart eiskalt ausgenutzt. Genauso muss das eine Topmannschaft machen“, meinte Müller, der mit dem 2:0 (72.) - diesmal nach Vorlage von Mandzukic - die Partie entschied. Sammer hob die „läuferische Kraftarbeit“ der beiden Torschützen als vorbildlich für die ganze Mannschaft hervor. „Diese Bereitschaft muss man mitbringen, um sich zu belohnen.“

„Wenn wir defensiv gut stehen und die Mannschaft spielfreudig ist, ist es eine Frage der Zeit, wann wir ein Tor erzielen. Das hat man heute wieder gesehen“, meinte Heynckes. Am Ende holte seine Mannschaft souverän und abgeklärt die drei Punkte gegen lange Zeit vielbeinig verteidigende Stuttgarter und hat nun „einen respektablen Vorsprung“. Doch das interessiert den Bayern-Trainer nicht: „Wir schauen nur auf uns. Es wäre ein großer Fehler, wenn wir uns jetzt zurücklehnen würden. Das machen wir auf keinen Fall.“

„Wir haben noch nichts in der Hand“, warnte auch Sammer davor, nachzulassen. Ganz im Gegenteil. Es gelte, sich weiter zu steigern, betonte der FCB-Sportvorstand. Und zwar schon am nächsten Samstag in Mainz - „wieder ein schwieriges Auswärtsspiel“, wie Philipp Lahm feststellte. Doch der Bayern-Kapitän fügte unmissverständlich hinzu: „Da wollen wir wieder punkten.“

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