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Sammer mahnt

'Wichtige Etappe, aber nicht mehr'

Mal schützt eine Kappe seinen Kopf vor der Wüstensonne, mal lässt er ihn bräunen. Meist verfolgt er das Geschehen auf einem Plastikstuhl sitzend neben dem Rasen. Gelegentlich sucht er sich aber auch ein Plätzchen auf einem anliegenden Hügel, um einen besseren Überblick zu bekommen. Eines aber ist immer gleich: Matthias Sammer wirkt höchstkonzentriert, wenn er im Trainingslager in Doha das Geschehen beobachtet. Am Dienstag vor dem zweiten Testspiel gegen Schalke 04 zog der Sport-Vorstand des FC Bayern ein erstes Fazit der Woche in Katar.

„Das war eine wichtige Etappe, ein wichtiger Abschnitt - aber nicht mehr. Es ist nur ein ganz kleiner Anfangsschritt auf dem Weg zum 19. Januar getan“, sagte Sammer. Dann nämlich startet der deutsche Rekordmeister gegen Aufsteiger Greuther Fürth in die Rückrunde. Mit den Trainingseinheiten in Katar könne man durchaus „zufrieden“ sein. Man habe die körperlichen Grundlagen für eine erfolgreiche Rückrunde gelegt.

Insgesamt sieht der 45-Jährige die Münchner „in einer Entwicklung“. Sammer forderte: „Wir müssen unser Spiel unter technisch, taktischen Gesichtspunkten weiter verfeinern. Und natürlich müssen wir die Gruppe zusammenhalten.“ Denn: Mit Arjen Robben und Luiz Gustavo drängen zwei weitere absolute Topspieler in die Mannschaft. Der Konkurrenzkampf ist riesig. „Es ist positiv, dass wir Spieler integrieren konnten, die zum Ende der Hinrunde angeschlagen waren“, analysierte der Sport-Vorstand.

Die Bedingungen in der Aspire Academy von Doha seien „fantastisch“ gewesen, das Wetter ideal zum Trainieren. Nun aber freut sich Sammer auf das nasskalte München: „Ein bisschen Schmuddelwetter tut uns jetzt ganz gut.“ In den kommenden Tagen in der Heimat müsse nun an einigen Details gearbeitet werden. „Es liegt noch ganz viel Strecke vor uns“, so Sammer.

Denn die Ziele des FC Bayern sind hoch gesteckt. „Europäische Spitze ist unser Maßstab, oder?“, fragte Sammer in die Medienrunde und ergänzte: „Man kann sagen, man ignoriert zwei, drei Prozent. Oder man weist dezent wie ich darauf hin, es geht zwei, drei Prozent besser.“ Man müsse, genau wie Trainer Jupp Heynckes zuletzt gesagt habe, den Weg „unbeirrbar weitergehen“. Denn: „Die Prüfungen werden kommen.“

Für fcbayern.de in Doha: Nikolai Kube

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