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Wilshere, Walcott & Co.

Defensivstärke gegen Arsenals Angriffspower

Am Tag vor dem Spiel überwog noch die Vorfreude auf das Wiedersehen. Kaum gelandet glühten die Drähte. Sein letzter Kontakt zu Lukas Podolski sei erst „23 Minuten“ her, berichtete Bastian Schweinsteiger nachmittags auf der Abschlusspressekonferenz vor dem Achtelfinal-Hinspiel in der Champions League bei Arsenal London. „Er freut sich, dass wir jetzt in seiner Stadt sind.“ Karl-Heinz Rummenigge bezeichnete Ex-Münchner Poldi als „netten Kerl“ und schickte schmunzelnd eine Warnung hinterher: „Ich hoffe nicht, dass er uns einen einschenkt. Das sollte er sich gut überlegen.“

Nach dem Anpfiff am Dienstagabend (20.45 Uhr, live im Ticker und im Free-Webradio) wird vom freundschaftlichen Vorgeplänkel nichts mehr zu spüren sein. „Es wird ein hartes Spiel. Für uns und für Arsenal“, meinte Bastian Schweinsteiger. Denn die Bayern wissen: Auf dem Rasen ist mit Podolski und der Offensive der Gunners nicht zu spaßen.

„Sie haben einige Spieler, die den Unterschied ausmachen können: Walcott mit seiner Schnelligkeit oder Cazorla. Wenn die einen guten Tag haben, kannst du einen schwierigen Abend erwarten“, weiß Arjen Robben. Als Schlüssel zum Erfolg im Emirates Stadium forderte Jupp Heynckes daher: „Wir müssen defensiv so gut stehen, wie wir es gewohnt sind.“

Seit 609 Pflichtspielminuten hat Manuel Neuer keinen Gegentreffer kassiert, nur sieben Gegentore stehen nach 22 Ligaspielen zu Buche, in fünf Spielen nach der Winterpause gab es noch kein einziges. „Das ist ein Verdienst der gesamten Mannschaft“, sagte Heynckes vor dem Duell mit der effektivsten Offensive der diesjährigen Champions-League-Saison. Kein Team hatte nach der Gruppenphase eine bessere Chancenverwertung als Arsenal London (25,6 Prozent).

Jack Wilshere in Topform

Besonders fünf Spieler der Gunners verkörpern den „attraktiven, kreativen Angriffsfußball“ (Heynckes), den das Team von Trainer Arsene Wenger pflegt. Auf den Flügeln die flinken Podolski und Theo Walcott (rechts im Bild), in der Sturmspitze der bullige Olivier Giroud, in der Zentrale die quirligen Santi Cazorla sowie Jack Wilshere (links im Bild).

Letzterer ist nach einem Jahr Verletzungspause wieder in Topform. „Auf seiner Position ist er einer der Besten“, lobte Schweinsteiger den erst 21 Jahre alten englischen Nationalspieler. „Er ist dynamisch, hat einen guten linken Fuß und ein sehr gutes Auge für die Mitspieler.“ Auf ihn gelte es aufzupassen. „Wir werden versuchen, seinen Einfluss auf das Spiel zu minimieren. Aber Arsenal hat noch zehn andere Spieler.“ Am Dienstagabend werden sie vermutlich alle ernst machen.

Für fcbayern.de in London: Nikolaus Heindl

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