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'Ein wunderbarer Spieltag'

FC Bayern enteilt der Konkurrenz

2:0, 2:0, 3:0, 4:0 - der FC Bayern gibt sich nach der Winterpause weiter keine Blöße und enteilt in der Bundesliga mit großen Schritten der Konkurrenz. Dank des ungefährdeten 4:0 (2:0)-Heimsiegs gegen den FC Schalke 04 am Samstagabend und den überraschenden Patzern der beiden Verfolger Borussia Dortmund (1:4 gegen den HSV) und Bayer Leverkusen (3:3 in Mönchengladbach) baute der FCB seinen Vorsprung auf Titelverteidiger BVB auf nunmehr 15 Zähler aus.

„Das war natürlich ein wunderbarer Spieltag für uns“, freute sich Vereinspräsident Uli Hoeneß nach dem Schlusspfiff über den 17. Saisonsieg des deutschen Rekordmeisters. „Es sieht gut aus. Die Mannschaft ist sehr, sehr gut drauf. Das hat sie wieder bewiesen“, schloss sich Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge an und stellte fest: „Wir spielen unglaublich konzentriert - schon die ganze Saison. In der Rückrunde hat die Mannschaft nochmal zugelegt. Das ist wunderbar.“

Gegen eine stark ersatzgeschwächte Schalker Mannschaft tat sich die auf drei Positionen veränderte Elf von Trainer Jupp Heynckes zunächst schwer, klare Torchancen herauszuspielen. „In den ersten 20 Minuten haben wir es gegen eine defensiv gut spielende Schalker Mannschaft nicht leicht gehabt“, analysierte Heynckes. Schalke verteidigte konsequent mit drei Sechsern und formierte bei Münchner Ballbesitz im Mittelfeld phasenweise eine Fünferkette.

Erst nach dem Führungstreffer durch einen verwandelten Foulelfmeter von David Alaba (19. Minute) waren die Gäste gezwungen, „etwas mehr zu wagen“, so Heynckes. „Von da ab haben wir ein souveränes Spiel gezeigt.“ Bastian Schweinsteiger (32.) mit einem sehenswerten Freistoß, erneut Alaba (51.) und Mario Gomez (63.) machten den vierten Zu-Null-Sieg im vierten Spiel nach der Winterpause perfekt.

„Das sieht im Moment alles so leicht aus, wie wir Fußball spielen. Aber das ist alles hart erarbeitet“, meinte Heynckes, der trotz der starken Serie von nunmehr 17 ungeschlagenen Pflichtspielen hintereinander noch immer „Optimierungsmöglichkeiten“ sieht. „Wir müssen weiter an uns arbeiten, es gibt immer Dinge, die man noch perfektionieren kann“, erklärte der 67 Jahre alte Fußballlehrer.

FCB in einer 'anderen Liga'

15 Punkte beträgt der Vorsprung des FCB nach 21 Spieltagen, das gab es in 50 Jahren Fußball-Bundesliga noch nie. „Bayern München spielt derzeit in einer anderen Liga“, lobte auch Schalkes Trainer Jens Keller den unangefochtenen Spitzenreiter. Von einer Vorentscheidung im Kampf um die Deutsche Meisterschaft könne indes aber „keine Rede sein“, stellte Hoeneß klar, es gebe „keinen Grund“, in Euphorie auszubrechen. „Wir haben noch genug Spiele und noch drei Wettbewerbe.“

„Wir nehmen keine Glückwünsche entgegen und gratuliert wird auch nicht“, ergänzte Rummenigge. „Wir müssen souverän da weitermachen, wo wir heute aufgehört haben.“ Und auch Heynckes wollte angesichts des beruhigenden Punktepolsters noch nichts von einer Vorentscheidung wissen. „Es sind noch sehr viele Spiele zu bestreiten. Wenn es theoretisch nicht mehr möglich ist, dass man uns von der Spitze holt, dann können wir über die Meisterschaft sprechen.“

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