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Fokus auf Bremen

FC Bayern will 'unbeirrt weitermachen'

0:5 nach 67 Minuten. Und das zuhause, in der Allianz Arena. Eigentlich unvorstellbar. Doch auch das gehört zur Historie des FC Bayern München. Damals, vor mehr als vier Jahren, widerfuhr den Münchnern dieses Missgeschick zum Oktoberfestauftakt gegen Werder Bremen (Endstand 2:5). Gefühlt ist mittlerweile ein ganzes Jahrzehnt vergangen. Die Bayern marschieren in diesen Tagen von Sieg zu Sieg, kassierten in dieser Bundesliga-Saison in knapp 2.000 Spielminuten erst sieben (!) Gegentore und wollen am Samstag ihre beeindruckende Bilanz mit einem Heimerfolg gegen genau diese Bremer (15.30 Uhr im Liveticker und im Webradio bei FCB.tv) weiter aufhübschen.

„Wir müssen jetzt einfach unbeirrt weitermachen. Nicht nachlassen, nicht nach hinten schauen, nicht zur Seite schauen, sondern nur nach vorne. Mit voller Konzentration und großem Willen“, forderte Karl-Heinz Rummenigge vor dem 94. Nord-Süd-Gipfel. Die Marschroute ist klar: Mit einem Dreier vor heimischem Publikum soll der „wunderbare“ Vorsprung auf die Verfolger Dortmund (15 Punkte) und Leverkusen (16) zumindest „aufrechterhalten“ werden. „Ich bin überzeugt, dass wir das packen“, so Rummenigge.

Bayern gegen Bremen. Es ist das Duell zwischen dem seit 19 Pflichtspielen unbesiegten Tabellenführer und dem Elften. Klingt nach einer klaren Sache, doch Trainer Jupp Heynckes warnte am Freitag vor den Hanseaten: „Das ist eine Mannschaft, die im kreativen Spiel sehr stark ist und sehr gut zu Fuß ist.“ Sein Team müsse sich „in Acht nehmen“, denn: „Bremen hat riesiges fußballerisches Potenzial. Wir wissen genau, dass man in der Liga nichts geschenkt bekommt.“

Apropos Geschenke. Vor dem Anpfiff wird Heynckes am Samstag einen Blumenstrauß überreicht bekommen. Der Grund: Der 67-Jährige absolviert gegen Bremen sein 1000. Bundesligaspiel als Trainer und Spieler. „Eine imposante Zahl“, wie der Fußballlehrer selbst stolz bekannte, „ich beschäftige mich aber nicht allzu sehr damit. Denn es geht in diesen Wochen ja Schlag auf Schlag.“

Nur vier Tage nach dem spektakulären Auftritt in der Champions League bei Arsenal London müsse sein Team nun „den Schalter wieder auf die Bundesliga umlegen“, so Heynckes. Das DFB-Pokal-Viertelfinale gegen Dortmund am kommenden Mittwoch liege noch in weiter Ferne. „Wir fokussieren uns nur auf Bremen“, merkte Heynckes an. Doch mit welcher Elf wird der Trainer-Fuchs die Mission Heimsieg angehen?

Rib und Rob von Beginn an, Boateng fit

Holger Badstuber (Kreuzbandriss) wird fehlen. Ansonsten kann Heynckes aus dem Vollen schöpfen und wird wohl auf der einen oder anderen Position rotieren, um zu vermeiden, „dass die Mannschaft einen Durchhänger bekommt bzw. müde wird“. Der Trainer wird nach dem Abschlusstraining und einigen Gesprächen entscheiden, welcher Spieler eine Pause benötigt. Die zuletzt angeschlagenen Jerome Boateng, Rafinha (beide Erkältung) und Javi Martínez (Zehenprellung) sind einsatzbereit.

Fest steht zudem: Arjen Robben und Franck Ribéry werden von Beginn an auf den Flügeln wirbeln. „Arjen hat gezeigt, dass er ungemein ehrgeizig und körperlich gut drauf ist“, erklärte Heynckes. Und Ribéry spiele „selbstverständlich“. So werde am Ende eine Mannschaft auflaufen, „die harmoniert und in der die Abläufe stimmen“, kündigte der Jubilar an.

Bremen mit Ekici und Petersen

Auf Bremer Seite werden Kapitän Clemens Fritz und Abwehrchef Sokratis grippekrank fehlen. Aaron Hunt und Theodor Gebre Selassie kehren hingegen in den Kader zurück. „Wir müssen stören und dürfen sie nicht agieren lassen. Es wird auch wichtig sein, nicht nur hinten zu stehen und abzuwarten“, sagte Trainer Thomas Schaaf, dessen Team in den letzten Wochen „etwas die Kontinuität“ fehlte, wie Heynckes beobachtete.

Gute Chancen auf einen Startelfeinsatz hat Ex-Bayer Mehmet Ekici, der beim deutschen Rekordmeister ab der F-Jugend sämtliche Jugendteams durchlief. Auch der an Bremen ausgeliehene Nils Petersen (11 Saisontore) wird wohl beginnen. Grund genug, die Werderaner - trotz der zuletzt glänzenden Vorstellungen - nicht zu unterschätzen. Rummenigge blickte optimistisch in die Zukunft: „Die Mannschaft wirkt sehr konzentriert, sehr motiviert. Das ist der richtige Weg.“

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