präsentiert von
Menü
Ziel: Nicht verlieren

FCB erwartet 'ein sehr, sehr schweres Spiel'

London. Acht-Millionen-Metropole. Die Queen, Shakespeare, Big Ben, rote Doppeldeckerbusse, ein Schmelztiegel der Kulturen. Hier ist das Zentrum des britischen Commonwealth. Hier schlägt das Herz des englischen Fußballs. Aktuell sind sechs Londoner Klubs in der höchsten englischen Spielklasse vertreten. Einer der traditionsreichsten ist Gegner des FC Bayern am Dienstagabend (20.45 Uhr, live im Ticker und im Free-Webradio) im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League: Arsenal London.

„Uns erwartet ein sehr, sehr schweres Spiel“, ist Uli Hoeneß überzeugt. Der FCB-Präsident führt die Delegation des FC Bayern, die am Mittag in London-Heathrow landete, an. „Arsenal ist zuhause eine Macht. Da werden wir viel arbeiten müssen, um ein gutes Ergebnis zu erzielen.“

Was ein gutes Ergebnis ist, erläuterte Karl-Heinz Rummenigge: „Wir fahren nach London mit zwei Zielen: Erstens nicht zu verlieren und zweitens wäre es schön, ein Tor zu erzielen. Dann haben wir gute Voraussetzungen für das Rückspiel.“ Doch auch der FCB-Vorstandschef weiß: „Es wird kein Selbstläufer.“ Denn: „Jetzt mit dem K.o.-System geht die richtige Champions League los! Da darf man sich keine Schwäche erlauben, da muss man vom ersten Moment an hochkonzentriert sein.“

Dass Arsenal, aktuell Fünfter in der englischen Premier League, am Wochenende im FA-Cup gegen einen Zweitligisten ausgeschieden ist, mache den Gegner umso gefährlicher, warnte Rummenigge: „Mir hat das nicht gefallen. Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass man dann wütend ist und dass das manchmal Kräfte freisetzt.“ Mit „großem Respekt“ müsse man daher die Partie angehen.

'Es wird sehr schwer'

„Arsenal hat zwar jetzt ein Spiel verloren, aber das macht die Situation schwieriger“, sagte Bastian Schweinsteiger, der die Gunners „zu den Top-10-Mannschaften in Europa“ zählt. „Es wird sehr schwer.“ Davon geht auch Jupp Heynckes aus. „Ich warne davor, sie zu unterschätzen“, sagte der FCB-Chefcoach am Nachmittag auf der Abschlusspressekonferenz im festlichen Ballsaal des Mannschaftshotels.

Nach fünf Siegen in fünf Spielen nach der Winterpause mit 13:0 Toren sind die Bayern mit breiter Brust nach London gereist. „Wir haben großes Selbstvertrauen, wir sind extrem hungrig auf solche Abende“, sagte Bastian Schweinsteiger. „Wir sind in der Lage, hier zu gewinnen“, ist Heynckes überzeugt, „aber dafür müssen wir eine absolute Topleistung bringen.“ Der FCB-Trainer verlangte „die gleiche Motivation und Leidenschaft“ wie zuletzt in der Liga. Personell kann er fast aus dem Vollen schöpfen. Javi Martínez ist nach einer Zehenblessur wieder einsatzfähig. Nur Claudio Pizarro (Angina), Holger Badstuber (Kreuzbandriss) und Jérôme Boateng (gesperrt) fehlen.

'Alles in die Waagschale werfen'

Arsenal sei „vor allem offensiv gefährlich“, sagte Philipp Lahm, „wir müssen auf der Hut sein.“ Auch Heynckes lobte die Gunners als „eine Mannschaft, die einen sehr guten Fußball nach vorne spielt und gefährlich werden kann“. Rummenigge rechnet außerdem damit, dass Arsenal-Trainer Arsene Wenger „sicherlich mit irgendwas aufwarten“ wird. Der Elsässer sei nicht umsonst „einer der zehn besten Trainer in Europa“.

Ein Gegner mit Wut im Bauch, eine Offensive, vor der es sich in Acht zu nehmen gilt, ein Trainerfuchs auf der Bank - der FC Bayern weiß, was ihn am Dienstagabend im ausverkauften Emirates Stadium (60.000 Zuschauer) erwartet. „Wir müssen alles in die Waagschale werfen, um zu bestehen“, glaubt Bastian Schweinsteiger. Gedanken ans Finale, das im Mai im Londoner Wembley-Stadion ausgetragen wird - den markanten Stahlbogen des Stadions konnten die Münchner auf der Busfahrt vom Flughafen zum Mannschaftshotel aus der Ferne sehen - kommen gar nicht erst auf. „Davon sind wir noch weit weg“, betonte Arjen Robben, „jetzt kommt erstmal Arsenal.“

Für fcbayern.de in London: Nikolaus Heindl

Weitere Inhalte