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7. Spiel, 7. Sieg

FCB 'gut vorbereitet' für den Pokalhit

Vor dem Anpfiff gab es einen Blumenstrauß und eine wertvolle Uhr, nach dem Schlusspfiff ein dickes Lob. „Jupp Heynckes macht alles richtig und gut im Moment“, sagte Karl-Heinz Rummenigge nach dem 6:1 (2:0)-Jubiläumserfolg gegen Werder Bremen im 1.000. Bundesligaspiel von Jupp Heynckes als Spieler und Trainer. Unbeirrbar steuert der FCB-Chefcoach mit seinem Team in der Bundesliga dem großen Ziel entgegen - und auch für das DFB-Pokal-Viertelfinale am kommenden Mittwoch gegen Borussia Dortmund ist die Mannschaft gerüstet. „Wir sind gut vorbereitet, das hat man heute gesehen“, stellte Rummenigge fest.

Sieben Siege mit 22:2 Toren feierte der FCB in sieben Spielen nach der Winterpause, an der Bundesliga-Tabellenspitze zieht der Rekordmeister nach 23 Spielen mit 60 Punkten und 63:8 Toren einsam seine Kreise. Der Vorsprung wuchs nach den Sonntagsspielen auf 17 Zähler an. Auch gegen Bremen unterstrichen die Münchner ihre Ausnahmestellung in dieser Saison - trotz Rotation! Sechs frische Spieler hatte Heynckes gegen Bremen aufgeboten, „aber es war eigentlich kein Unterschied zum Sieg bei Arsenal London festzustellen“, sagte Rummenigge.

„Alle Spieler haben mein Vertrauen gerechtfertigt“, freute sich Heynckes über die Leistung seiner neu formierten Mannschaft, die nur 20 Minuten benötigte, bis jedes Rädchen ins andere Griff. Arjen Robben (25. Minute), Javi Martínez (28.), Mario Gomez mit einem Doppelpack (51./89.), Franck Ribéry (86.) sowie ein Eigentor von Bremens Theodor Gebre Selassie (49.) sorgten für den „opulenten Sieg“ (Heynckes) gegen Werder, das nach der Roten Karte gegen Sebastian Prödl (Notbremse) ab der 44. Minute in Unterzahl spielte.

„Unnötig“ fand Heynckes nur das Gegentor zum zwischenzeitlichen 4:1 durch Kevin de Bruyne, es war der erste Gegentreffer in der Bundesliga nach der Winterpause. „Darüber sind wir etwas verärgert. Aber das können wir heute verschmerzen“, wollte der Bayern-Coach nicht das Haar in der Suppe suchen. Vielmehr fiebern alle Münchner jetzt dem Kräftemessen mit Dortmund im Pokal entgegen. „Das sind die zwei besten Mannschaften in Deutschland. Ich glaube, ganz Deutschland freut sich drauf - wir auch“, sagte Philipp Lahm.

Rummenigge erwartet „ein Spiel auf Augenhöhe“, dem er nach den letzten Leistungen aber „optimistisch“ entgegenblickt. „Das wird ein schweres Spiel, aber nicht nur für uns, sondern auch für Borussia Dortmund“, meinte der FCB-Vorstandschef. Heynckes sprach von einem „riesigen Duell. Wir spielen gegen einen Gegner mit Klasse, der in der Champions League gezeigt hat, dass er auch europäisch mithalten kann. Aber wir sind selbstbewusst, in guter Verfassung und zuversichtlich.“

In der Bundesliga sei der FC Bayern „auf einem guten Weg“, wie Rummenigge sagte. Entsprechend selbstbewusst kann der Tabellenführer im DFB-Pokal das sicherlich enge Duell mit Dortmund angehen. „Ich hoffe, dass wir ins Halbfinale einziehen. Berlin ist unser Ziel“, sagte der FCB-Vorstandschef. Das gilt erst recht für Heynckes, der in seiner langen Trainer-Karriere zwei Meisterschaften und die Champions League gewonnen hat, aber noch nie den DFB-Pokal.

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