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ECA-Generalversammlung

Klub-Vertreter besichtigen WM-Gastgeber Katar

Der Tagungsraum im Hotel St. Regis in Doha war gut gefüllt. Zahlreiche Vertreter europäischer Fußballklubs waren nach Katar gekommen, um an der Generalversammlung der Europäischen Club-Vereinigung (ECA) teilzunehmen, die bis einschließlich Mittwoch im Emirat am Persischen Golf stattfindet. Zum fünften Geburtstag der ECA begrüßte Bayerns Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge in seiner Funktion als ECA-Vorsitzender Vertreter von 153 der insgesamt 207 in der ECA organisierten Vereine.

Vorrangiges Anliegen für die Vereinsvertreter war, sich vor Ort einen persönlichen Eindruck im Hinblick auf die WM 2022 zu machen. Seit der Vergabe der WM 2022 an Katar gab es immer wieder Kritik an der Austragung der WM im extrem heißen katarischen Sommer. „Die Klubs haben alle eine Verantwortung gegenüber ihren Spielern“, betonte Rummenigge.

Imposante WM-Pläne in Katar

Daher habe man sich entschlossen, neun Jahre vor der geplanten WM-Ausrichtung die Einladung der Gastgeber anzunehmen und die jährliche Generalversammlung in Doha abzuhalten. Bei einem Besuch des WM-Pavillons in Doha gaben die katarischen Organisatoren in einer ausführlichen Präsentation den europäischen Vereinsvertretern einen visuellen Einblick in ihre imposanten WM-Pläne, die Rummenigge hinterher als „interessant“ bezeichnete.

Ein weiterer wichtiger Punkt auf der Tagesordnung war die Beibehaltung der bestehenden und bewährten Wettbewerbsformate der UEFA Champions League und der Europa League auch über das Jahr 2015 hinaus. In einer Umfrage unter 87 ECA-Mitgliederklubs aus 36 Nationen drückten 75 Prozent ihre „Zufriedenheit“ oder sogar „sehr große Zufriedenheit“ über die bestehenden Formate aus. Sogar 92 Prozent votierten dafür, dass beide Wettbewerbe auch in der Zukunft parallel stattfinden sollen.

Financial Fairplay soll eingehalten werden

Natürlich war auch das Financial Fairplay auf der ECA-Generalversammlung ein Thema. Nachdem eine jüngst veröffentlichte Fünf-Jahres-Analyse belegte, dass zahlreiche europäische Klubs weiterhin hohe Verluste schreiben, appellierte Rummenigge noch einmal eindringlich, die Regeln des Financial Fairplay, dem Klublizenzierungsverfahren, das 2015 europaweit eingeführt werden soll, einzuhalten.

Neben einigen weiteren Themen ging es bei der Vollversammlung schließlich auch noch um das Third Party Ownership (TPO), dem Anspruch Dritter Parteien auf Anteile der Transfererlöse eines Spielers. Unter den anwesenden Klubvertretern entwickelte sich eine rege Diskussion über dieses sehr komplexe Phänomen. Eine Entscheidung, wie künftig damit verfahren werden soll, wurde dabei aber nicht beschlossen. Vielmehr werde man eng mit dem Weltverband FIFA und die Europäische Fußball-Union UEFA an einer Lösung dieses Problems arbeiten.

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