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Robben-Interview, Teil 1

'...dann starten wir wieder durch'

Arjen Robben ist einer von 16 bayerischen Nationalspielern, die sich in diesen Tagen auf Reisen befinden. Der Flügelflitzer hat es zum Glück nicht allzu weit: Zweimal tritt er mit der holländischen Nationalelf in Amsterdam an - gegen Estland und Rumänien. „Es wird allen Nationalspielern gut tun, jetzt in der Länderspielpause für ein paar Tage andere Luft zu schnuppern“, erklärte Robben im ersten Teil des Interviews mit fcbayern.de, für das sich der 29-Jährige ausführlich Zeit nahm. Zudem sprach Robben über die mahnenden Worte von Präsident Uli Hoeneß und seine Auszeichnung zum Torschützen des Monats Februar.

Das Interview mit Arjen Robben, Teil 1:

fcbayern.de: Arjen, du wurdest am Samstag zum Torschützen des Monats Februar gekürt - dank deines tollen Treffers im DFB-Pokal-Viertelfinale gegen den BVB. Welche Gefühle verbindest du mit diesem Tor?
Robben: „Es war ein schöner Moment in einem besonderen Spiel gegen einen großen Rivalen. Es gibt in einer Karriere immer wieder Augenblicke, die einfach nur schön sind, die man genießt und nie vergisst. Dieses Tor gehört definitiv dazu. Auch, weil es ein wichtiger Treffer für meine Mannschaft war.“

fcbayern.de: Bei der Ehrung hast du eine Medaille erhalten. Erhält sie einen besonderen Platz?
Robben: „Naja, aktuell rennen meine Kinder damit herum. Sie lieben Medaillen - vor allem mein ältester Sohn. Er hat vor einigen Wochen erst selbst zwei Medaillen beim Skifahren geholt. Da hat er mich dann am Wochenende natürlich gleich gefragt, was ich denn geleistet habe für diese Medaille.“

fcbayern.de: Nun bist du erst einmal knapp zehn Tage bei der holländischen Nationalmannschaft…
Robben: „Da freue ich mich riesig drauf - zumal wir zwei Heimspiele in Amsterdam haben und wir nicht groß reisen müssen. Es wird allen Nationalspielern gut tun, jetzt in der Länderspielpause für ein paar Tage andere Luft zu schnuppern und andere Leute um sich zu haben. Danach starten wir dann beim FC Bayern wieder durch.“

fcbayern.de: Matthias Sammer kündigte an, dass ab nächsten Mittwoch beim FC Bayern wieder ein anderer Wind wehen werde. Was meinte er damit?
Robben: „Ganz klar: Wir müssen ab Mittwoch, wenn wir wieder an der Säbener Straße sind, voll angreifen, wieder unseren Rhythmus finden und auf das Niveau kommen, das uns fast die ganze Saison so stark gemacht hat. Es geht dann Schlag auf Schlag. Erst das Hamburg-Spiel, dann kommt Juventus Turin nach München. Wir müssen bereit sein - vor allem vom Kopf her - und unser Bestes zeigen.“

fcbayern.de: Nach der Niederlage gegen Arsenal hast du von einem Wake-up-call gesprochen. Wart ihr in Leverkusen wieder wach?
Robben: „Vor allem in den ersten 20 bis 30 Minuten haben wir gut gespielt. Da haben wir das Geschehen dominiert. Danach haben wir leider wieder etwas die Kontrolle verloren. Leverkusen wurde auch stärker und hat ordentlich Druck gemacht. Insgesamt war es ein Fortschritt, aber phasenweise haben wir vergessen, unser eigenes Spiel durchzuziehen. Daran müssen wir arbeiten.“

fcbayern.de: Blicken wir noch einmal zurück auf das Arsenal-Spiel. Wie erklärst du dir, dass es am Ende nochmal so eng wurde?
Robben: „Wir haben vor dem Spiel darüber gesprochen, dass wir kein frühes Tor kassieren dürfen. Das komische am Fußball ist, dass dann manchmal genau das eintritt, worüber man geredet hat. Das hat Arsenal in die Karten gespielt. Sie hatten nichts zu verlieren. Und: Wir hatten einfach keinen guten Tag - wie schon in Hoffenheim und gegen Düsseldorf.“

fcbayern.de: Genau das hat Präsident Uli Hoeneß auch festgestellt…
Robben: „Ja, und da hatte er absolut Recht mit seiner Kritik. Es ist die Wahrheit. Die ist manchmal zwar nicht schön, aber ich finde es gut, dass sie angesprochen wurde. Natürlich spielen wir bislang eine super Saison bislang, oft haben wir beeindruckende Leistungen gezeigt. Aber derzeit gibt es ein paar Dinge, die wir wieder besser machen müssen.“

Das Interview führte: Nikolai Kube

Im zweiten Teil, der am Donnerstag auf fcbayern.de erscheint, spricht Arjen Robben unter anderem über seine Sehnsucht nach dem Champions-League-Sieg.

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