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'Alles ist möglich'

Arsenal will ohne Poldi 'alle überraschen'

Abschlusstraining in der Allianz Arena? Nein, danke. Der FC Arsenal verzichtete freiwillig auf den üblichen Testlauf am Tag vor einem Champions-League-Spiel. Stattdessen studierte das Team von Coach Arsene Wenger am Dienstagmittag auf dem Shenley Training Centre in London, dem vereinseigenen Gelände, letzte Details ein. Anschließend machte sich der englische Traditionsverein auf den Weg ins Mannschaftshotel nach München - mit zwei Ausnahmen: Trainer Wenger und Kapitän Thomas Vermaelen schauten am Abend rund eine halbe Stunde in Bayerns Arena vorbei, um den Medienvertretern vor dem Achtelfinal-Rückspiel beim deutschen Rekordmeister Rede und Antwort zu stehen.

Rund 360 Journalisten werden am Mittwochabend den Champions-League-Hit live im Stadion verfolgen. Am Tag zuvor wollten die deutschen Reporter vor allem eines wissen: Spielt er oder spielt er nicht? Knöchelprobleme, so hieß es in den vergangenen Tagen aus England, könnten den Ausfall des ehemaligen Bayern-Spielers Lukas Podolski zur Folge haben. Und in der Tat: Poldi reiste nicht mit dem FC Arsenal nach München und wird somit definitiv nicht auflaufen.

Bitter für den Fünften der englischen Premier League, denn: Podolski ist Arsenals treffsicherster und effektivster CL-Spieler. Vier Schüsse, vier Tore. Wenger hatte allerdings zuletzt nicht mehr allzu oft auf die Dienste des deutschen Nationalspielers zurückgegriffen. Neben Podolski fallen auch Mittelfeldorganisator Jack Wilshere (Knöchelverletzung) sowie Außenverteidiger Bacary Sagna (Knieprobleme) aus.

Drei wichtige Spieler. Aber immerhin: Abou Diaby und Kieran Gibbs, die zuletzt passen mussten, trainierten am Dienstag wieder voll mit und stehen im Kader. Ob es bei dem Duo für die Startelf reichen wird, ließ Wenger offen. Vor allem Gibbs‘ Rückkehr eröffnet Arsenal neue Optionen. Der Wiedergenesene könnte in München außen verteidigen, Kapitän Vermaelen ins Abwehrzentrum zurückkehren.

Fabianski statt Szczesny im Tor

„Ich habe mich noch nicht entschieden“, erklärte Wenger, der überraschendweise am Mittwochabend auf Stammtorhüter Wojciech Szczesny verzichtet. Stattdessen steht gegen den FC Bayern, dem mit 18 Toren besten Offensivteam der Champions League, wohl Lukasz Fabianski zwischen den Pfosten. Ein Zeichen dafür, dass der FC Arsenal bereits alle Hoffnungen auf den Viertelfinal-Einzug begraben hat?

Keineswegs! „Wir haben in Europa schon überall gewonnen - warum nicht auch hier?“, sagte ein gut gelaunter und optimistischer Wenger. Klar werde es schwer, so der Arsenal-Coach, aber: „Wir haben unseren Glauben nicht verloren, sind selbstbewusst und absolut fokussiert. Alles ist möglich.“ Kapitän Vermaelen erinnerte an die vergangenen Saison in der Königsklasse. Da unterlag der FC Arsenal auswärts beim AC Mailand mit 0:4 und hätte das Geschehen im Rückspiel (3:0) um ein Haar noch auf den Kopf gestellt.

Volle Attacke

„Wir wollen weiterkommen. Daran hat sich nach dem Hinspiel nichts geändert“, erklärte Vermaelen. Und so bleibt den Engländern am Mittwochabend wohl nichts anderes übrig, als auf Attacke zu spielen. „Wir müssen mit viel Druck beginnen und ein frühes Tor erzielen“, forderte Wenger, der „alle überraschen“ will und den FC Bayern genau analysiert hat: „Bayern ist eine der besten Mannschaften in Europa. Aber es gibt keine Mannschaft ohne Schwächen.“

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