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Ende der Durststrecke

Boateng freut sich 'riesig' über Tor-Premiere

Es war ein Tor mit ganz langem Anlauf. 129 Bundesligaspiele hat Jérôme Boateng für Hertha BSC (10), den Hamburger SV (75) und den FC Bayern (44) seit Januar 2007 bestritten, noch nie ist ihm ein Tor in der höchsten deutschen Spielklasse gelungen. Damit war der Innenverteidiger des Rekordmeisters unter allen aktiven Bundeligaspielern derjenige, der die meisten Spiele ohne Treffer auf dem Konto hatte. In seinem 130. Einsatz zog Boateng endlich einen Schlussstrich unter dieser Statistik - und wie!

Denn das lange ersehnte erste Bundesligator war auch ein ungemein wichtiges. Sein wuchtiger Kopfball aus fünf Metern sicherte dem deutschen Rekordmeister in der 86. Minute den knappen 3:2-Heimsieg gegen Fortuna Düsseldorf. Damit wahrte der FCB auch im achten Rückrundenspiel seine weiße Weste und steuert weiter zielstrebig der Meisterschaft entgegen.

Entsprechend überschwänglich feierte der 24-Jährige sein Tor-Debüt in der Liga und im Bayern-Trikot. „Es wurde ja Zeit“, sagte Boateng hinterher über seinen Premieren-Treffer. Einen besseren Zeitpunkt für das Ende seiner Durststrecke hätte es wohl kaum geben können. Denn am Spieltag hatte sein Vater Geburtstag, einen Tag zuvor feierten seine Zwillingstöchter Soley und Lamia ihren Geburtstag. „Ich freue mich natürlich riesig, es passt perfekt“, so Boateng, „ihnen widme ich mein Tor“.

Auch Bayern-Trainer Jupp Heynckes freute sich mit seinem Abwehrspieler, der „in den letzten Wochen überragend trainiert hat“. Vor allem bei Standardsituationen und bei Flanken habe Boateng „sehr viel trainiert“ und sich „verbessert“. Darum habe er sich das Tor auch „redlich verdient“, so Heynckes.

Heynckes spendiert ein Abendessen

„Das habe ich auch meinen Trainern zu verdanken, die viel mit mir gearbeitet und gesprochen haben“, gab Boateng die Komplimente zurück. Das Tor habe sich zuletzt „angedeutet, ich habe im Training auch daran gearbeitet, heute war es endlich soweit“, meinte Boateng, „ein geiles Gefühl“.

Neben den drei Punkten gegen Düsseldorf hat sich Boatengs erstes Tor auch in anderer Hinsicht für seine Mannschaftskollegen gelohnt. „Ich glaube, ich bin jetzt dazu verdonnert, der Mannschaft ein Abendessen zu spendieren“, verriet Heynckes. „Weil ich irgendwann gesagt habe: Wenn du ein Tor erzielst, lade ich die Mannschaft dazu ein.“ Angesichts der Bedeutung dieses Treffers wird Heynckes diesem Versprechen aber sicherlich gerne nachkommen.

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