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'Auf der Hut sein'

FCB erwartet in Hoffenheim keinen 'Spaziergang'

„Männer, das Tor machen! Konzentration!“ Jupp Heynckes will erst gar keine Nachlässigkeiten aufkommen lassen. Das machte er seinen Spielern auch beim Abschlusstraining vor dem Bundesliga-Spiel beim Tabellenvorletzten TSG 1899 Hoffenheim (Sonntag, 15.30 Uhr im Liveticker und im Webradio bei FCB.tv) klar. „Man sollte nicht glauben, dass es ein Spaziergang wird. Ganz im Gegenteil. Das wird von der Atmosphäre her von Beginn an schwierig sein. Es liegt an uns, aus dem Ganzen etwas Positives herauszuziehen“, erklärte der Chefcoach des FC Bayern, der mit seiner Mannschaft am späten Samstagnachmittag in Richtung Sinsheim aufbrach.

Die Bayern peilen am 24. Spieltag ihren 20. Saisonsieg an und wollen den 17-Punkte-Vorsprung auf die Verfolger zumindest halten. „Die Mannschaft weiß genau, dass uns noch viele Punkte fehlen, um unser großes Ziel, die Deutsche Meisterschaft, zu verwirklichen“, mahnte Heynckes am Samstag im Interview bei FCB.tv. Allerdings ist der 67-Jährige überzeugt davon, dass sein Team „die Mentalität“ habe, „nicht nachzulassen und weiter in dieser Art und Weise erfolgreich Fußball zu spielen“.

Hoffenheim, das nur eines der vergangenen 13 Partien gewonnen hat und gegen Bayern auf die gelbgesperrten Andreas Beck und Eugen Polanski verzichten muss, dürfe keinesfalls unterschätzt werden. „Das ist ein angeschlagener Gegner. Da müssen wir auf der Hut sein“, appellierte Heynckes, „wir müssen präsent sein, souverän auftreten und von Anfang an klar machen, dass wir das Spiel gewinnen wollen.“ Der ehemalige Hoffenheim Luiz Gustavo weiß: „Sie werden kämpfen, sie werden alles geben. Wir müssen sehr konzentriert dort hinfahren. Aber wir sind bereit.“

Philipp Lahm erwartet ebenfalls eine Hoffenheimer Elf, die „alles in die Waagschale“ werfen wird. „Aber dass es im Moment schwer ist, gegen uns Punkte zu holen, wissen sie wahrscheinlich auch“, so der Kapitän selbstbewusst. Man habe es in den vergangenen Wochen und Monaten immer geschafft, „den Schalter umzulegen“ - egal ob nach großen Spielen in der Champions League oder - wie diesmal - im DFB-Pokal.

Bayern ohne Vier

Aufgrund der zuletzt hohen Belastung wird Heynckes sein Team „auf der einen oder anderen Position“ verändern, wie er am Samstag ankündigte: „Aber es muss zielgerichtet sein, einen Sinn haben.“ Nicht zur Verfügung stehen Holger Badstuber (Reha nach Kreuzbandriss), Claudio Pizarro (grippaler Infekt) sowie die zuletzt angeschlagenen Rafinha und Emre Can (Trainingsrückstand).

Eine Alternative im Tor wäre Tom Starke, der im vergangenen Sommer aus Hoffenheim kam und nun mit den Bayern an seine alte Wirkungsstätte zurückkehrt. Heynckes brach eine Lanze für seine Nummer zwei. „Wir reden immer von den Neuerwerbungen, die eingeschlagen haben. Da muss ich Tom dazu rechnen“, so der Coach, „er ist hier bei uns noch besser geworden als er schon war. Und auch vom menschlichen her ist er ein top Typ, er passt zu uns.“

Starke freut sich auf Rückkehr

Ob Starke am Sonntagnachmittag einen Einsatz „geschenkt“ bekommt, ließ Heynckes offen. Beschlossene Sache sei aber, dass Starke in dieser Bundesliga-Saison noch „ein, zwei Spiele“ machen werde. Der Rückkehrer fiebert der Reise in seine alte Heimat entgegen: „Es ist Vorfreude, viele liebgewordene Gesichter wiederzusehen. Ich hatte eine sehr gute Zeit dort und nur Gutes in Erinnerung.“ Am Sonntag aber wünscht sich Starke einen Sieg „seiner“ Roten!

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