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Der nächste Schritt

FCB froh über 'schmutzigen Sieg'

63 Punkte nach 24 Spielen, 17 Zu-null-Siege, 603 Minuten ohne Auswärtsgegentor - das hat noch nie zuvor ein Klub in einer Saison geschafft. Weitere Bestmarken - 11 Auswärtssiege, 7 Siege in den ersten 7 Rückrundenspielen - hat der FCB aktuell eingestellt. Es könnte also eine Saison der Rekorde werden, doch das interessiert an der Säbener Straße im Moment niemanden. „Wenn wir mathematisch Deutscher Meister sind, dann können wir versuchen, irgendwelche Rekorde zu erreichen“, betonte Mario Gomez, „davor ist das einzige Ziel, Meister zu werden.“

Vom Weg zu diesem Ziel hat sich der FC Bayern am Sonntagnachmittag auch in Hoffenheim nicht abbringen lassen. 1:0 (1:0) siegte der Spitzenreiter aus München beim Tabellenvorletzten, mit einer „effizienten“ Leistung, wie Siegtorschütze Gomez sagte: „Es war kein spielerischer Leckerbissen. Wir hatten schon viele Spiele in dieser Saison, in denen wir ein Feuerwerk abgebrannt haben. Dafür gab’s auch nur drei Punkte - und heute gibt’s auch drei Punkte.“

Jupp Heynckes sprach von einem „Arbeitssieg. Nicht brillant, nicht glanzvoll. Wir haben die Ärmel hochkrempeln müssen. Man kann nicht jeden Spieltag drei oder fünf Tore erzielen.“ Schon gar nicht vier Tage nach dem DFB-Pokal-Hit gegen Borussia Dortmund. „Nach so einem Highlight ist es immer schwierig, wieder in den Alltag reinzufinden“, sagte Tom Starke, der an alter Wirkungsstätte sein Bundesliga-Debüt im FCB-Trikot feierte, „da muss man auch mal so einen schmutzigen Sieg mitnehmen.“

'Diese Spiele musst du gewinnen'

Gomez' wunderbar herausgespielter Treffer in der 38. Minute war denn auch einer der wenigen Höhepunkte in Hoffenheim. „Wir hatten Schwerstarbeit zu verrichten“, lobte Jupp Heynckes den abstiegsbedrohten Gegner, der dem FCB vor allem in der ersten halben Stunde „couragiert, aggressiv und laufstark“ das Leben schwer machte. „Wir haben eine gewisse Zeit gebraucht, bis der Motor warm lief“, analysierte der Bayern-Coach.

Spätestens in der zweiten Halbzeit hatten die Bayern die Partie dann „voll im Griff“, ließen defensiv kaum etwas zu und hätten die Führung ausbauen können. Aber Aluminium und eigene „Unkonzentriertheit“ (Philipp Lahm) verhinderten dies. „Wir hätten den einen oder anderen Konter noch klarer ausspielen können, um das entscheidende Tor zu machen. Dann wäre mehr Ruhe reingekommen“, fand Bastian Schweinsteiger, der per Freistoß an Latte (69.) und Pfosten (75.) scheiterte. „Es war nicht unser bestes Spiel, aber wir sind alle froh, dass wir gewonnen haben.“

„Diese Spiele musst du gewinnen“, hakte Gomez die Partie ab. „Mund abputzen, weiter geht’s!“, sagte Starke. Nächsten Samstag gegen Fortuna Düsseldorf gilt es, den nächsten Schritt auf dem Weg zur ersehnten Meisterschaft zu machen. „Wir wissen, dass wir in der Spur bleiben müssen und uns nicht ablenken lassen dürfen“, mahnte Matthias Sammer, „wir müssen konsequent unseren Weg weitergehen. Das ist das Einzige, was uns zu interessieren hat.“

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