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Spitzenspiel

FCB muss sich in Leverkusen 'steigern'

Am Mittwoch war der FC Arsenal zu Gast. Der Freitag stand ganz im Zeichen der Champions League. Und am Samstagabend wird es für den FC Bayern in der Bundesliga wieder ernst. „Die Ereignisse überschlagen sich derzeit“, erklärte Trainer Jupp Heynckes vor dem Spitzenspiel bei Bayer 04 Leverkusen (18.30 Uhr im Liveticker und im Webradio bei FCB.tv). Mit einem Sieg könnte der souveräne Tabellenführer den aktuellen Dritten auf 24 Punkte distanzieren und wäre dem großen Ziel Deutsche Meisterschaft einen weiteren Schritt nähergekommen.

Aber auch ein Unentschieden würde bereits genügen, „um unseren wunderbaren Vorsprung zu verteidigen“, so Karl-Heinz Rummenigge. Der Vorstandsvorsitzende forderte: „Wir müssen es besser machen als am Mittwoch. Wir werden uns steigern müssen, um dort zu bestehen.“ Leverkusen werde mit Sicherheit „sehr motiviert zu Werke gehen“, vermutete Rummenigge. Denn bei einem Heimsieg wäre Bayer 04 das einzige Bundesliga-Team, das den FC Bayern in dieser Saison zweimal geschlagen hat (Hinspiel 1:2).

Dies aber will der deutsche Rekordmeister mit aller Macht verhindern. „Wir werden in Leverkusen mit aller Konzentration antreten“, kündigte Heynckes zwei Tage nach der enttäuschenden 0:2-Heimniederlage gegen den FC Arsenal an. Man habe dieses Spiel ausführlich analysiert und die richtigen Schlüsse daraus gezogen. „Das ist jetzt abgehakt“, so Heynckes.

Der Fokus richtet sich nun voll und ganz auf Bayer Leverkusen, das in dieser Bundesliga-Saison zuhause erst ein einziges Mal als Verlierer den Platz verlassen hat. „Das ist eine Mannschaft, die einen sehr guten, kreativen Fußball spielt“, sagte der ehemalige Bayer-Trainer Heynckes, „es wird nicht einfach, aber wir sind in der Lage, den Hebel wieder umzulegen.“

Ohne Lahm, Müller, Mandzukic und Ribéry

Bei diesem Unterfangen wird Heynckes auf einige Stammspieler verzichten. Kapitän Philipp Lahm, Thomas Müller und Mario Mandzukic reisen nicht mit ins Rheinland. „Ich möchte diesen Drei eine Pause gönnen. Wir haben einen qualitativ guten Kader, davon will ich am Samstag Gebrauch machen“, begründete der Trainer diese Maßnahme. Zudem fehlen Holger Badstuber (Reha nach Kreuzbandriss), Emre Can (Trainingsrückstand nach grippalem Infekt) und Franck Ribéry (Bänderdehnung im Sprunggelenk).

Der Franzose hat das Lauftraining mittlerweile zwar wieder aufgenommen, die Partie am Samstag aber kommt noch zu früh. Ribéry soll, so der Plan, am Sonntag Teile des Mannschaftstrainings absolvieren und sich dann - nach Absprache mit seinem Nationaltrainer Didier Deschamps - im Laufe der Woche auf den Weg zur französischen Auswahl begeben.

Gomez oder Pizarro?

Und so wird der FC Bayern in Leverkusen mit einer auf einigen Positionen veränderten Elf beginnen. Rafinha ersetzt Kapitän Lahm als Rechtsverteidiger. Für Müller darf Xherdan Shaqiri wirbeln. „Er ist wieder gut drauf“, sagte Heynckes. Ob im Sturm Mario Gomez oder der wiedergenesene Claudio Pizarro startet, ließ Bayerns Chefcoach am Freitag noch offen. Fest steht: Der erst 17 Jahre alte Pierre-Emile Hojbjerg wird erstmals in seiner Karriere im Aufgebot des deutschen Rekordmeisters stehen.

Leverkusen hingegen wird mit seiner stärksten Elf auflaufen. Einzig Innenverteidiger Ömer Toprak (Knieprobleme) muss passen. Dafür steht Philipp Wollscheid nach abgesessener Gelb-Sperre wieder zur Verfügung. Der FC Bayern aber will sich am Samstag ausschließlich auf sich konzentrieren. Denn: „Dieses Spiel ist auch schon ein Stück weit Vorbereitung auf Juventus. Wir müssen die Spannung wieder aufbauen, die zuletzt verloren gegangen ist.“

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