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Nord-Süd-Duell

FCB will gegen 'unberechenbaren' HSV gewinnen

Die Ausgangslage ist einfach: Sollte Noch-Meister Borussia Dortmund am Samstag (15.30 Uhr) beim VfB Stuttgart nicht gewinnen, könnte der FC Bayern mit einem Sieg im Abendspiel gegen den Hamburger SV (ab 18.30 Uhr im FCB-Liveticker und im Webradio bei FCB.tv) schon nach dem 27. Spieltag die Meisterschaft nach München holen. So früh wie kein Klub zuvor in 50 Jahren Bundesliga. Doch große Feierlichkeiten wird es im Lager des Rekordmeisters für den Fall der Fälle nicht geben.

„Ab dem Schlusspfiff gilt unsere Konzentration nur noch dem schweren und hochinteressanten Viertelfinal-Hinspiel in der Champions League gegen Juventus Turin“, betonte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge. Nur 72 Stunden später empfängt der FCB in der Allianz Arena den italienischen Rekordmeister zum ersten von zwei K.o.-Duellen. „Dort wollen wir versuchen, unbeirrt unseren Weg international weiterzugehen, wie uns das bereits 2010 und 2012 gelungen ist“, so Rummenigge weiter.

Doch zuvor steht für den designierten Deutschen Meister die Aufgabe gegen den Tabellen-Achten aus Hamburg auf dem Programm. Und die wird kein Selbstläufer, das weiß auch Xherdan Shaqiri, der sich vor allem auf das Wiedersehen mit seinem ehemaligen Trainer beim FC Basel, dem früheren Bayern-Profi Thorsten Fink freut. „Der Hamburger SV ist wie eine Wundertüte“, meinte der Schweizer Nationalspieler über die zuletzt wenig konstanten Hanseaten.

In Dortmund und Stuttgart überzeugte der Bundesliga-Dino mit Auswärtserfolgen, um dann vor eigenem Publikum gegen die Abstiegskandidaten aus Fürth (1:1) und Augsburg (0:1) wichtige Punkte im Kampf um den Europapokalplatz einzubüßen. „Das ist eine schwierige und unbequeme Mannschaft. Wir wollen unser Offensivspiel durchziehen, uns viele Chancen erarbeiten und versuchen, die nötigen Tore zu schießen“, hofft Shaqiri auf den zehnten Sieg im zehnten Rückrundenspiel.

Fokus auf Hamburg

Trainer Jupp Heynckes warnte jedoch vor den Hanseaten. „Der HSV ist unberechenbar. An guten Tagen spielen sie einen exzellenten, überragenden Fußball“, meinte der 67 Jahre alte Fußballlehrer, der den „Fokus voll auf Hamburg“ setzt. Das Spiel gegen Juventus spiele in seinen Überlegungen noch eine untergeordnete Rolle, das erwartet er auch von seinen Spielern. „Man darf nicht den Fehler machen und den zweiten Schritt vor dem ersten machen.“

Personell kann Heynckes nach der Länderspielpause aus dem Vollen schöpfen. Einzig Holger Badstuber (Reha nach Kreuzbandriss) steht nicht zur Verfügung, ansonsten seien die Nationalspieler „im Großen und Ganzen gesund zurückgekommen“, berichtete Heynckes. Franck Ribéry plagt sich zwar noch mit einem verstauchten Zeh herum, „aber wenn er kann, wird er spielen“, so Heynckes. Am Abschlusstraining nahm er teil. Offen ließ der Cheftrainer, ob Luiz Gustavo den Vorzug vor dem gegen Juventus gesperrten Javi Martínez erhalten wird.

HSV mit Sorgen

Während der FCB mit einem Sieg also vorzeitig die Meisterschaft sichern könnte, geht es für den HSV darum, nicht den Anschluss nach oben zu verlieren. Ein Punkt beträgt der Rückstand der Hanseaten auf Rang vier, der zur Teilnahme an der Champions-League-Qualifikation berechtigt. Entsprechend groß sind die Ambitionen der Norddeutschen und dessen Trainer, dem früheren Bayern-Profi Thorsten Fink. „Der Europapokal wäre eine tolle Sache - für den Verein, für unsere Fans, die danach lechzen, und auch für die ganze Stadt Hamburg“, so Fink.

Allerdings muss Fink einige personelle Ausfälle verkraften. Ex-Bayer Marcell Jansen fehlt ebenso wie Maximilian Beister aufgrund einer Sperre, am Karfreitag meldete sich auch noch der tschechische Nationalspieler Petr Jiracek wegen einer Magen-Darm-Grippe ab. Er sollte ursprünglich Jansens Platz auf der linken Abwehrseite einnehmen. Regisseur Rafael van der Vaart wird dagegen mit von der Partie sein. Vor ihm warnte Heynckes: „Wenn er gut drauf ist, wenn er den Takt und den Rhythmus vorgibt, dann ist der HSV eine sehr gute Mannschaft.“

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