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Stimmen zum Spiel

'Fußball wie aus dem Lehrbuch'

Was für ein Spiel! Mit einem nie erwarteten 9:2 hat der FC Bayern den Hamburger SV am Samstagabend aus Allianz Arena geschossen. Das war der höchste Sieg überhaupt im 2005 eingeweihten Stadion und der vierthöchste Heimsieg des FCB in der Bundesliga-Geschichte. „Wir haben heute teilweise Fußball wie aus dem Lehrbuch gespielt“, schwärmte Trainer Jupp Heynckes nach dem Schlusspfiff.

Mann des Tages aus Sicht des FCB war Stürmer Claudio Pizarro, der vier Tore und zwei Vorlagen beisteuerte. „Die Mannschaft und ich waren gut drauf, und wir haben gut gespielt. Vier Tore sind wunderbar“, meinte der Peruaner. „Hoffentlich holen wir in dieser Saison viele Titel.“

Die Stimmen zum Spiel im Überblick

Jupp Heynckes: „Es war wichtig, so weiterzumachen wie in den letzten Wochen, nämlich, dass wir unsere Spiele gewinnen. Wir haben noch einiges vor. Die Meisterschaft ist uns wohl nicht mehr zu nehmen. Aber wir haben noch andere Ziele. Man merkt, dass die Mannschaft sehr spielfreudig ist, sich sehr gut bewegt und gut kombiniert. Dazu hat sie sich nach der Pressing-Phase des Gegners gut befreit. Heute war es wichtig, Selbstvertrauen zu tanken. Wir haben heute teilweise Fußball wie aus dem Lehrbuch gespielt. So in etwa müssen wir das auch am Dienstag umsetzen. Aber das wird sicherlich nicht so möglich sein. Dienstag wird ein ganz anderes Spiel werden. Juventus ist eine europäische Spitzenmannschaft, die sehr aggressiv und laufstark ist.“

Matthias Sammer: „Damit haben wir im Leben nicht gerechnet. Wir wollten uns verbessern und haben in den letzten Tagen einiges angesprochen. Der HSV hat es am Anfang nicht schlecht gemacht, aber nach der Führung sind wir ins Rollen gekommen. Dann sind wir natürlich nicht so schlecht.“

Xherdan Shaqiri: „Wir wollten heute unbedingt das Spiel gewinnen. Leider sind wir heute nicht Meister geworden. Dann aber halt nächste Woche in Frankfurt.“

Claudio Pizarro: „Die Mannschaft und ich waren gut drauf, und wir haben gut gespielt. Das freut mich sehr. Ich habe lange nicht gespielt. Vier Tore sind wunderbar. Wir wollen weitermachen. Die Meisterschaft ist fast klar. Das ist sehr wichtig. Wir haben fast einen Pokal, aber wir wollen noch zwei weitere holen. In Frankfurt machen wir hoffentlich alles klar. Das Team ist eine erstklassige Mannschaft. Hoffentlich holen wir in dieser Saison viele Titel.“

Thorsten Fink (Trainer Hamburger SV): „Wir waren zu weit weg von den Gegenspielern. Wir wollten Fußball spielen und nicht fighten. Wir haben ein frühes Gegentor bekommen, und dann haben sich die Bayern in einen Rausch gespielt. So darf man nicht auftreten. Ich bin total enttäuscht. Sowas habe ich auch noch nicht mitgemacht. Wir waren in allen Belangen brutal schlecht. Jeder sollte jetzt selbstkritisch sehen. Wir sollten schauen, dass wir uns gemeinsam von diesem Spiel erholen. Wir haben heute eigentlich keinen Zweikampf gewonnen.“

Heiko Westermann (Kapitän Hamburger SV): „Es gibt dafür keine Erklärung. Ich schäme mich für mich und die Mannschaft. Was wir für ein Spiel abgeliefert haben, war unglaublich. Wir waren viel zu brav und haben kaum Fouls gemacht. Nur mit Schönspielen geht nicht. Es tut mir leid für die Fans und den Verein. Das war sicherlich die schlimmste Niederlage für den HSV. Das ist unerklärlich. Da müssen wir deutliche Worte finden. So geht es nicht. Wir haben schlecht rückwärts umgeschaltet. Es war eine unterirdische Leistung. Bitter, für alle die zugeschaut haben.“

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